760_0900_15906_.jpg TGS vor der Vorentscheidung - Verletzungspech bei SG Pforzheim
In Richtung Titel fliegt die TGS Pforzheim. Mit spektakulären Toren trug dazu zuletzt auch Christian Zluhan bei.  Foto: Ripberger, PZ-Archiv 

TGS vor der Vorentscheidung - Verletzungspech bei SG Pforzheim

Pforzheim. Obwohl es an der Meisterschaft der TGS Pforzheim in der Handball-Oberliga ohnehin so gut wie keine Zweifel mehr gibt, könnte das Spiel der Nordstädter am Samstag um 19.30 Uhr in der Halle am Benckiser-Park gegen den VfL Pfullingen die Vorentscheidung bringen: Mit einem Sieg würde der Vorsprung auf Nicht-Aufstiegs-Rang 3 zehn Spieltage vor Schluss auf zehn Punkte anwachsen.

Der Gegner von der Schwäbischen Alb wird sich schon deshalb voll in die Seile hängen, weil auch der zweite Tabellenplatz zum Aufstieg in die 3. Liga berechtigt. Doch weil Damir Lebovic seine Mannen gegen die Teams aus der Spitzengruppe immer besonders konzentriert aufs Parkett bringt, gelten die Roten auch bei diesem Vergleich als Favorit. Neben den Trumpf-Assen Taafel, Brandt und Klimovets machten in den letzten beiden Spielen mit Marco Kikillus und Christian Zluhan zuletzt vor allem zwei von den Außenbahnen auf sich aufmerksam. Beim 34:22-Erfolg gegen die MTG Wangen traf Zluhan etwa nach einem Zuspiel von Florian Taafel wunderschön per Kempa-Trick – nachzusehen im Video auf www.pz-news.de/sport.

Ein Flügelflitzer und ein Keeper trugen bei der SG Pforzheim/Eutingen wesentlich dazu bei, dass sich die Truppe von Hans Christensen mit vier Siegen in Folge am eigenen Schopf aus dem Abstiegssumpf zog. Auf der linken Außenbahn hat Heimkehrer Hagen Körner nunmehr voll in die Puschen gefunden. Zwischen den Torpfosten war die Nachverpflichtung von Keeper German Pardales schon deshalb ein guter Griff, weil Ricco Petruzzi seither wie eine Zange hält. Am Samstag wollen Petruzzi und Körner bei Salamander Kornwestheim helfen, für die nächste Überraschung zu sorgen. Dies wird aber schwerfallen, weil sich die Verletztenliste der Eutinger verlängert hat. Sowohl Carlo Petruzzi als auch Nils Wilhelm zogen sich im Spiel in Schmiden Bänderrisse im Sprunggelenk zu und werden wie Nicolai Gerstner (Kreuzbandriss) für längere Zeit ausfallen.

In der Badenliga fällt im Spitzenspiel zwischen der SG Heddesheim und dem TV Bretten eine Vorentscheidung in der Meisterschaftsfrage. Der HC Neuenbürg erinnert sich an das Vorspiel gegen Heidelsheim/Helsmheim gerne, war der 29:19-Vorrundensieg gegen die Bruchsaler nach dem 0:8-Katastrophenstart doch mehr als Balsam. An ihre desolate Leistung erinnert man sich allerdings auch in Heidelsheim, weswegen das Gastspiel von Neuenbürg bei auf Revanche sinnenden Bruchsalern jetzt schwierig werden könnte. Die SG Pforzheim/Eutingen II konnte bisher von dem in der Vorrunde „angevesperten“ Speckgürtel zehren. Dieser ist jetzt aber aufgezehrt, so dass es nicht schlecht wäre, wenn die Lipps-Schützlinge auch wieder einmal positive Akzente setzen würden. Dass die Wende aber ausgerechnet beim TSV Birkenau gelingt, ist kaum zu erwarten, weil die erste Garnitur der SG zur gleichen Zeit in Kornwestheim aufläuft.

In der Landesliga hat der von Ausfällen geplagte TV Ispringen mit der Niederlage beim TV Forst wohl seine letzte Chance um Titel und Aufstieg verspielt. Am Sonntag kreuzt nunmehr mit dem TV Neuthard eine der besseren Adressen der Liga in der Schulturnhalle auf. Gute Erinnerungen an einen deutlichen Vorrundensieg hat die SG Pforzheim/Eutingen III an ihren letzten Vergleich mit dem TV Wössingen. Nach der Packung in der Konrad-Adenauer-Halle werden die heimstarken Walzbachtaler den Spieß diesmal aber umdrehen wollen. Die TGS Pforzheim II will beim Schlusslicht HSG Ettlingen/Bruchhausen im Kampf um den Klassenerhalt punkten.

In der Oberliga Baden-Württemberg der Frauen empfängt die HSG Pforzheim den TV Brombach. Der erste Vergleich mit dem Gegner aus Lörrach war das Spitzenspiel der Liga. Damals löste der Aufsteiger die HSG-Frauen mit einem 25:22-Sieg an der Tabellenspitze ab. Weil das Pulver in Brombach zwischenzeitlich nass geworden ist, sollten sich die Pforzheimerinnen jetzt aber revanchieren können.

In der Badenliga der Frauen wird die SG Pforzheim/Eutingen beim TSV Birkenau ihre schwierige Lage wohl kaum verbessern können. Auch die zweite Garnitur der SG Pforzheim fährt in der Landesliga in Langensteinbach nur mit geringen Aussichten an.