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Rechtshänder Evgeni Prasolov (rechts) überzeugt im rechten Rückraum der TGS.   Hennrich, PZ-Archiv
Rechtshänder Evgeni Prasolov (rechts) überzeugt im rechten Rückraum der TGS. Hennrich, PZ-Archiv
07.09.2017

TGS will nachlegen und erwartet den VfL Pfullingen

Die bisherigen Ergebnisse zeigen schon nach dem zweiten Spieltag auf, dass die 3. Handball-Bundesliga der Männer in dieser Runde ausgeglichen wie selten und im Saisonverlauf knallhart werden könnte. Deshalb war es enorm wichtig, dass Pforzheims Handball-Flaggschiff TGS Pforzheim die 27:32-Auftaktniederlage gegen den SV Salamander Kornwestheim mit einem noch deutlicheren 34:26-Sieg beim TV Hochdorf postwendend konterte.

Die in der Vorderpfalz präsentierte Widerstandsfähigkeit gilt es nun auch am morgigen Samstag im Heimspiel gegen den VfL Pfullingen in der Bertha-Benz-Halle zur obligatorischen Anwurfzeit um 19.00 Uhr dem eigenen Anhang zu beweisen.

Es zeugt vom Charakter der Turngesellen, wie die Mannschaft die nach dem Kornwestheimer Spiel aufkeimende Frage, ob die Abgänge von gleich vier Leistungsträgern adäquat ausgeglichen werden konnten, beantwortete.

Insbesondere Florian Taafel, der mit einem Dutzend an Einschüssen wieder einmal zweistellig traf, präsentierte sich vom Anpfiff weg als echter Kapitän, Neuzugang Maris Versakovs ließ sich dann auch nicht bitten und verdeutlichte, dass er nicht nur die Rolle des Spielmachers versteht, sondern auch vollstrecken kann.

Die Rückraumausbeute war umso beachtlicher, weil mit Filip Prsa der Linkshänder im rechten Rückraum verletzt passen und durch Rechtshänder Evgeni Prasolov ersetzt werden musste. Als danach auch noch die Flügelzange mit Marco Kikillus und dem aus Sinzheim zugestoßenen Maximilian Mitzel stach und sich Keeper Sebastian Ullrich erneut als Fels in der Brandung erwies, durften die mitgefahrenen TGS-Fans schon frühzeitig darauf hoffen, dass das Punktepaar mit auf die Heimreise geht.

Konsequenz im Abschluss und eine kompakte Abwehr wird auch am Samstag der Schlüssel für die ersten Heimzähler der Wartberger sein. Der Gegner vom Fuße der Schwäbischen Alb darf keinesfalls an der 24:32-Auftaktniederlage gegen die SG Nussloch gemessen werden, als die Württemberger mit einer 6:2-Führung verheißungsvoll begannen, dann aber frühzeitig den Faden verloren. Bei den schnellen Tempovorstößen aus einer konsequenten 6:0-Abwehr heraus muss vor allem die Rückwärtsbewegung der Wartberger stimmen. Sich entsprechend wappnen gilt es von Pforzheimer Seite aus auch auf die taktischen Spielchen von Trainer Till Fernow, zu denen auch der permanente Einsatz eines siebten Feldspielers gehört.

Ob Filip Prsa wieder mitmischen kann, ist noch offen. Er hat zwar wieder mit dem Lauftraining begonnen aber noch nicht signalisiert, dass Trainer Andrej Klimovets wieder auf ihn setzen kann.