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Acht neue Gesichter bei der TGS Pforzheim: Vorne von links Davor Sruk, Filip Prša und Florian Rost; hinten von links Julian Rost, Valentin Hörer, Daniel Sdunek, Christian Heuberger und Hagen Körner. Foto: Becker
Acht neue Gesichter bei der TGS Pforzheim: Vorne von links Davor Sruk, Filip Prša und Florian Rost; hinten von links Julian Rost, Valentin Hörer, Daniel Sdunek, Christian Heuberger und Hagen Körner. Foto: Becker
03.07.2015

TGS-Handballer runderneuert und vielversprechend

Die neue Handballmannschaft der TGS Pforzheim könnte zu einem spannenden Projekt werden. Es wirkt vielversprechend, wie Abteilungsleiter Wolfgang Taafel und Trainer Andrej Klimovets eine bereits gut eingespielte und funktionierende Einheit für die 3. Liga weiter verstärkt haben. Da darf man gespannt sein, was die TGS in ihrem neuen Domizil (Bertha-Benz-Halle beim Hilda-Gymnasium) ihren Fans bietet.

Seit dem Aufstieg 2013 in die 3. Liga gab es für die Pforzheimer zweimal einen sicheren Mittelfeldplatz. In der neuen Saison, die mit dem Trainingsauftakt am Mittwoch eingeläutet wurde, dürfte es aber schon ein bisschen mehr sein. Denn von den Leistungsträgern hat das Team nur Kreisläufer Michal Wysokinski (Ziel unbekannt) verloren.

Mit Christian Heuberger (30) vom Bundesliga-Absteiger Bietigheim und dem Kroaten Davor Sruk (21) hat der Verein auf dieser Position aber gleichwertigen Ersatz gefunden. Daniel Sdunek (35) stand zuletzt beim Bundesliga-Aufsteiger TV Bittenfeld im Tor. Und auch im Rückraum kann die TGS vielversprechende Neuzugänge vorweisen. Wie wertvoll Valentin Hörer auf der Spielmacherposition sein kann, hat der inzwischen 31-jährige Rückkehrer aus Waiblingen bereits bei seinem Gastspiel 2013/14 in der Goldstadt gezeigt. Und im rechten Rückraum könnte der 23-jährige Kroate Filip Prsa dafür sorgen, dass Linkshänder Nils Brandt die nötigen Verschnaufpausen bekommt.

Auch einige Abgänge

Auf den Außenpositionen hat sich ebenfalls einiges getan. Hagen Körner kehrt vom Oberligisten SG Pforzheim/Eutingen zurück, die vielversprechenden Zwillinge Florian und Julian Rost (18) kommen aus dem eigenen Nachwuchs (JSG Goldstadt). Damit gewinnt der Kader auch die nötige Breite, zumal einige Abgänge zu verzeichnen sind: Torhüter Philipp Hämmerling (VfL Waiblingen), der Spanier Pes Bosch (beruflich in die USA), Mittelmann Christoph Baumann (pausiert verletzt), Abwehrspieler Bozidar Bursac und Außenspieler Frederic Zergon (beide Karriereende). Auch die Eigengewächse Philipp Ast (TV Bretten), Steven Heintz (HC Neuenbürg) und Raphael Blum (SG Pforzheim-Eutingen) sind weg.

Die Bilanz aus Zu- und Abgängen wirkt auf den ersten Blick dennoch verheißungsvoll. Doch bei der TGS ist man bemüht, die Erwartungen nicht ins Kraut schießen zu lassen. „Man kann die besten Leute kaufen und dennoch keine Mannschaft haben“, warnt Klimovets und bittet um Geduld: „Das braucht alles seine Zeit.“ Aber auch er weiß: „Die Mannschaft kann stärker sein als letzte Saison.“

Wolfgang Taafel äußert sich ebenso zurückhaltend, spricht von einem vorderen Mittelfeldplatz. Dass der Abteilungsleiter langfristig auch an die 2. Liga denkt, ist aber bekannt. Zunächst aber will er die TGS „zu einem Spitzenteam der 3. Liga entwickeln. Wie lange das dauern wird, muss man sehen.“

Die Konkurrenz ist forscher. Auch Taafel hat registriert, dass sein Team von der Konkurrenz bereits zum Mitfavoriten gestempelt wurde. Der Druck ist also da. Doch Klimovets und seine Handballer haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass sie mit diesem Druck umgehen können.