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Stolz präsentieren beim TSV Dennach Anna-Lisa Aldinger, Annkathrin Aldinger, Trainer Rudolf Reuster, Sophia Scheidt und Sonja Pfrommer (von links) die Weltmeisterschaftsttrophäen.
Stolz präsentieren beim TSV Dennach Anna-Lisa Aldinger, Annkathrin Aldinger, Trainer Rudolf Reuster, Sophia Scheidt und Sonja Pfrommer (von links) die Weltmeisterschaftsttrophäen.
02.12.2016

TSV Dennach ehrt am Sonntag seine Faustball-Weltmeisterinnen

In jedem Sportverein kann man sich froh und glücklich schätzen, wenn aus den eigenen Reihen ein Weltmeister oder eine Weltmeisterin hervorgegangen ist. Der TSV Dennach hat gleich vier von der Sorte. Am 30. Oktober gewannen die Bundesliga-Faustballerinnen Sonja Pfrommer, Anna-Lisa Aldinger, Annkatrin Aldinger und Sophia Scheidt mit der deutschen Nationalmannschaft den WM-Titel und schlugen in einem packenden Finale Gastgeber Brasilien mit 4:2 Sätzen. „Das haben bisher nur Jogi Löws Fußballer geschafft“, sagt der Vereinsvorsitzende Alfred Gerwig augenzwinkernd.

Im rund 400 Mitglieder zählenden Turn- und Sportverein sind alle stolz. Am Sonntag ist während des ersten Heimspieltags der Hallenrunde geplant, die vier Weltmeisterinnen in der Neuenbürger Stadthalle zu ehren. Beim TSV Dennach gehört das Quartett zur „goldenen Generation“, die nach fünf deutschen Meisterschaften und vier Europapokal-Triumphen im Aktivenbereich fast alles erreicht hat. Allein der Weltcup fehlt noch auf der Liste der „Pink Ladies“.

Beim TSV Dennach fußt der Erfolg auf einer meisterlichen Jugendarbeit. Maßgeblich dafür verantwortlich ist Beate Bolz, die von der Trainerin der ersten Mannschaft bis zur Abteilungsleiterin schon alle möglichen Positionen im Verein innehatte. Jetzt ist sie etwas amtsmüde geworden. „Ich werde demnächst kürzer treten“, kündigt die Jugendleiterin an, will aber weiter mit Rat und Tat zur Seite stehen. Für Bolz ist der WM-Titel ihrer ehemaligen Schützlinge, die sie von der C-Jugend bis zur Bundesliga begleitet hat, eine Bestätigung der guten Basisarbeit. „Wenn ein Dorfverein so viele Nationalspielerinnen hervorbringt, ist das ein Riesending“, sagt Bolz. Und es kämen neue Talente nach. So eine Konstellation wie im aktuellen Bundesligateam werde es aber wohl nie wieder geben. „Das ist eine verschworene Gemeinschaft, die auch den erforderlichen Ehrgeiz mitbringt. Das hat sich schon in der Jugend mit etlichen DM-Titeln angedeutet“, meint Bolz.

Sonja Pformmer ragt heraus

Und doch ragt mit Schlagfrau Sonja Pfrommer eine Angreiferin hervor, die speziell im WM-Finale in Curitiba ihre Klasse unter Beweis gestellt hat. „Sonja macht eben den feinen Unterschied aus – in der Nationalmannschaft wie auch beim TSV Dennach“, sagt Gerwig über die gebürtige Waldrennacherin, die allerdings eine Sache nicht mag: Im Rampenlicht stehen. „Wir haben uns von der Jugend gemeinsam hochgeboxt. Und bis heute ist der Spaßfaktor hoch“, versichert die 26-Jährige.

Auch für ihre Dennacher Bundesliga-Kollegin Annkatrin Aldinger war der WM-Sieg ein bewegendes Erlebnis. „Obwohl ich nicht Stammspielerin war, habe ich meine Einsätze bekommen“, erzählt die 30-jährige Lehrerin.

In Dennach sind sie stolz auf die Mädels. Und Trainer Rudolf Reuster weiß, dass sich seine Spielerinnen bestimmt nicht auf den WM-Lorbeeren ausruhen.