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Volle Konzentration ist von Jasmin Fischer (vorne) und Sonja Pfrommer vom TSV Dennach beim Europacup in Österreich gefordert. Foto: PZ-Archiv, Eibner
Volle Konzentration ist von Jasmin Fischer (vorne) und Sonja Pfrommer vom TSV Dennach beim Europacup in Österreich gefordert. Foto: PZ-Archiv, Eibner
13.01.2016

TSV Dennach startet als Titelverteidiger beim Europacup in Österreich

„Den Titel erneut gewinnen“, so lautet das Ziel der Dennacher Faustball-Frauen für den am Wochenende stattfindenden Europapokal. Doch leicht wird diese Aufgabe gewiss nicht. Zunächst muss das Bundesliga-Team am Samstag das Halbfinale gegen den deutschen Meister Ahlhorner SV gewinnen, um überhaupt ins Finale einziehen zu können. Doch die „Pink Ladies“ aus dem Neuenbürger Höhenstadtteil sind top motiviert.

Bereits am Freitag wird sich die Mannschaft von Trainer Rudolf Reuster mit dem Bus und einigen Fans auf den Weg nach Rohrbach in Oberösterreich machen. Hier trifft sich der Titelverteidiger, der vergangenes Jahr Seriensieger Union Arnreit aus Österreich klar mit 4:1 bezwang, mit den Landesmeistern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, um die Krone des Vereinsfaustballs in Europa auszuspielen. Die Dennacher Mannschaft hat sich vor einem Jahr mit dem überraschenden Gewinn des Titels automatisch qualifiziert. Bei den nationalen Titelkämpfen setzte sich ja der niedersächsische Ahlhorner SV durch. Dieser wurde beim Europacup nun für das erste Spiel (Halbfinale) dem TSV zugelost. „Wir sind in guter Verfassung und sollten mit einer konzentrierten Leistung auch ins Finale einziehen“, sagt Rudolf Reuster.

Einziger Wermutstropfen ist der verletzungsbedingte Ausfall von Abwehrspielerin Janina Krämer. Dennoch ist der Kader mit sieben einsatzfähigen Spielerinnen sehr gut besetzt. Der Tabellenzweite der Bundesliga Süd kann erstmals auf drei Angreiferinnen zurückgreifen. Hier hat Trainer Reuster die Qual der Wahl zwischen Weltmeisterin Sonja Pfrommer, der abwehrstarken Christina Grüneberg und der kämpferischen Rückkehrerin Lena Wahl. Auch die Abwehr ist wie gewohnt stark besetzt und gut drauf. Hierbei muss Reuster entscheiden, ob Jasmin Fischer oder Weltmeisterin Anna-Lisa Aldinger auf der Zuspielposition zum Einsatz kommt. Letztere kann jedoch problemlos auf der Abwehrposition agieren, wo auch Nationalkadermitglied Sophia Scheidt und die erfahrene Europameisterin Annkatrin Aldinger auf ihren Einsatz warten.

Gegner hat großen Respekt

Ahlhorn ist derzeit Tabellendritter der Bundesliga Staffel Nord und mit der Rückkehr von Rekordnationalspielerin Janna Köhrmann wieder erstarkt. Der ASV musste allerdings durch den Rücktritt seiner langjährigen Angreiferin Celina Minx einige Umstellungen im Team vornehmen.

So wurde das junge Talent Pia Neuefeind in den Bundesligakader berufen. „Mit Sonja Pfrommer, Anna-Lisa und Annkatrin Aldinger hat der TSV gleich drei amtierende Europameisterinnen im Aufgebot. Insbesondere die überragende Angreiferin aufseiten der Schwäbinnen macht den großen Unterschied. Unser Ziel ist es, uns nicht unter Wert zu verkaufen“, gibt Rekordnationalspielerin Janna Köhrmann die Marschroute vor.

Im zweiten Halbfinale spielen mit dem STV Oberentfelden-Amsteg und der Union Arnreit die Meister aus der Schweiz und aus Österreich. Oberentfelden-Amsteg ist hierbei Außenseiter. Favorit dagegen Union Arnreit, die durch die Rückkehr ihrer Topangreiferin Magdalena Lindorfer von einem Auslandsaufenthalt zu alter Stärke gefunden hat. Auch in der laufenden Bundesligasaison spielen die Arnreiterinnen stark auf.

Der TSV startet gut vorbereitet beim Europacup, dessen Spiele über sieben Gewinnsätze gehen. In der Winterpause wurde das Training konstant fortgeführt und die Intensität nochmals erhöht. Trainer Reuster arbeitete an einigen Schwächen seines Teams, außerdem wurden taktischen Abläufen einstudiert.

Die Halbfinals in der Bezirkssporthalle Rohrbach werden am Samstag um 14 und um 16 Uhr angepfiffen, das Spiel um Platz drei folgt am Sonntag um 10 Uhr, das Finale um 12 Uhr.

Gut möglich, dass der TSV im Finale erneut auf Union Arnreit trifft. „Das wäre dann ein Spiel auf Augenhöhe“, vermutet Dennachs Coach Reuster und hofft natürlich auf eine erfolgreiche Titelverteidigung.