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Nicht bremsen lassen: Die Grunbacher Dominik Salz, Dirk Prediger und Manuel Hasel (blau, von links) siegten gegen Bernhard Wieslers Bahlinger. Fotos: Becker, PZ-Archiv
Zwei Spiele, null Gegentore: FCN-Ersatzkeeper Robin Kraski ist gut in Form.
02.09.2013

TSV Grunbach und FC Nöttingen: Schwere Spiele am Mittwochabend

Elf Tage und zwei Spiele trennen den FC Nöttingen und den TSV Grunbach noch vom großen Oberliga-Derby. Nach dem guten Saisonstart der Remchinger und dem sehr guten der Engelsbrander wird hinter den Kulissen bereits heiß diskutiert: Vom Termin, der einige Zuschauer kosten könnte (aktuelle Ansetzung: Samstag, 14. September, 15.30 Uhr) bis hin zur Favoritenrolle.

Bildergalerie: TSV Grunbach besiegt daheim Bahlinger SC mit 2:0

Falls die Kicker aus der Region ihre Form beibehalten, steht den Fans im Panoramastadion ein Spitzenspiel ins Haus. Um bis dahin ungeschlagen zu bleiben, müssen beide aber am Mittwoch punkten: Grunbach (1. Platz/12 Punkte) um 18 Uhr in Hollenbach (6./8) und Nöttingen (5./8) um 19 Uhr zuhause gegen Balingen (4./9).

Grunbach bremst Erwartungen

„Wir denken von Spiel zu Spiel“ ist dieser Tage einer der am meisten gehörten Sätze rund um das Eichbergstadion. Torhüter Manuel Salz sagte ihn, nachdem der TSV Grunbach den Bahlinger SC mit 2:0 geschlagen hatte. „Jedes Spiel ist hart umkämpft, momentan kippt es eben eher auf unsere Seite“, erklärte er seine Zurückhaltung.

Und auch Innenverteidiger Marc Mägerle wiederholte nach dem vierten Sieg diese Worte: „Wir müssen von Spiel zu Spiel denken.“ Schließlich habe man erst vier Partien absolviert. „An anderes zu denken, bringt jetzt noch gar nichts“, so Mägerle, der am Samstag aber auch verriet: „Intern haben wir am Anfang der Saison gesagt, dass wir die ersten vier Spiele gewinnen wollen, weil wir heute das Einstandsfest haben.“

Und doch soll der Erfolgsweg auch morgen in Hollenbach weitergehen. „Das wird eine lange Fahrt und auch dort werden wir 110 Prozent geben müssen, um mit Punkten heimzukommen“, so der vor der Saison von den Stuttgarter Kickers II gekommene 21-Jährige. Auch Sebastian Rutz wird dann wohl mit dabei sein. Der angeschlagene Kapitän war gegen Bahlingen nach 82 Minuten ausgewechselt worden. „Er hat Probleme mit dem Oberschenkel und kann dann zwar auch weiterspielen, aber keine Sprints ziehen“, beschrieb Adis Herceg vom Grunbacher Trainer-Duo die Verletzung – gab aber auch Entwarnung: „Das war eine Vorsichtsmaßnahme.“

Den Kapitän wird seine Elf im Hohenlohekreis auch brauchen. Denn immerhin stehen sich dort zwei von sechs ungeschlagenen Oberliga-Teams gegenüber.

Ungeschlagen will auch der FC Nöttingen gegen die TSG Balingen bleiben – und in der Tabelle weiter nach oben klettern. Auch wenn beim jüngsten 1:0-Sieg bei den Stuttgarter Kickers II die Leistung der Remchinger Mannschaft suboptimal gewesen ist. „Das Ergebnis hat gestimmt. Man kann aber auch nicht immer so spielen wie beim 5:0 gegen Freiberg“, sagt Michael Wittwer. Der Trainer der Nöttinger hat derzeit personell die Qual der Wahl. Mit Ausnahme von Mario Hohn sind alle Feldspieler fit und brennen auf ihren Einsatz. Wittwer ist bestrebt, auch allen Spielern ihre Einsatzzeiten zu gönnen. So spielte in Stuttgart Demis Jung rechter Außenverteidiger für Thorben Schmidt. „Jung und Schmidt waren auf Augenhöhe. Jung hatte seine Chance verdient“, so Wittwer. Gut möglich, dass gegen Balingen auch Sebastian Hofmann seine erste Chance von Beginn an erhält. Im Tor steht auf alle Fälle wieder Ersatzkeeper Robin Kraski, weil Stammtorwart Sascha Rausch immer noch am Knie verletzt ist. Auf Kraski ist Verlass: In zwei Spielen kassierte er bisher kein Tor.

Das Derby gegen Grunbach hat Michael Wittwer noch nicht auf dem Radar. „Das ist weit, weit weg. Wir konzentrieren uns erst mal auf Balingen, das wird schwer genug.“ Sein nächstes Auswärtsspiel bestreitet der FC Nöttingen übrigens erst am kommenden Montag, 9. September beim VfR Mannheim. Die Partie wurde auf Wunsch des VfR verlegt.