nach oben
Die Chancen waren da, doch die Grunbacher wussten sie nicht zu nutzen. Am Ende gab es eine 2:4-Niederlage gegen Tabellenschlusslicht Singen. © Hennrich
20.04.2013

TSV Grunbach verliert gegen Schlusslicht Singen mit 2:4

GRUNBACH. Wer seine Chancen nicht nutzt wird letztendlich bestraft. Das musste der TSV Grunbach am Samstagnachmittag im Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht FC Singen 04 am eigenen Leib erfahren. Die abstiegsbedrohten Grunbacher unterlagen in der Oberliga Baden-Württemberg völlig unnötig mit 2:4 und trauern damit erneut einer vermeidbaren Niederlage hinterher.

Bildergalerie: TSV Grunbach verliert gegen Schlusslicht Singen

Als Dirk Prediger in der 14. Minute eine Mössner Flanke mit dem Kopf zum 1:0 verwandelte schienen die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Oberligaspiel geschaffen zu sein. Der TSV präsentierte sich in der Anfangsphase geschlossen und setzte vereinzelt Akzente.

Nachdem Fatih Ceylan mit seinem Freistoß nur knapp das Singener Tor verfehlte, waren die Gastgeber näher am 2:0 als die Gäste dem Ausgleich. Doch wie so oft in dieser Saison brachte Grunbach sich selbst in Schwierigkeiten und um die Früchte seiner Arbeit: Im Anschluss an einen völlig misslungenen Querpass konnte sich TSV-Abwehrspieler Dzenis Skrijeli nur noch mit einem Foul im eigenen Strafraum behelfen. Die logische Konsequenz war Elfmeter. Zusätzlich musste Skrijeli mit Rot vom Platz – eine harte und umstrittene Entscheidung.

Der Gast aus Singen wurde regelrecht zum Ausgleich eingeladen und nahm dieses Geschenk ohne zu zögern an – Gino Pace ließ TSV-Schlussmann Fabian Bäuerle mit einem platzierten Linksschuss keine Chance. Plötzlich war der FC Singen wieder voll im Geschäft. Es entwickelte sich ein offenes Spiel, wobei die Gastgeber die besseren Chancen besaßen.

Kurz vor dem Seitenwechsel gelang den Gästen sogar die Führung: Nach einem Eckball fehlte die Zuordnung im Grunbacher Strafraum und René Greuter köpfte den Ball am kurzen Pfosten zum 1:2 in die Maschen. Keine zwei Minuten später und buchstäblich mit dem Halbzeitpfiff erzielte Sebastian Rutz nach einem Eckball das verdiente 2:2.

Beide Mannschaften lieferten sich einen verbissenen Kampf wobei die Grunbacher zielstrebiger waren. Angetrieben vom dauernden Unruheherd Dirk Prediger spielte der TSV direkt nach der Halbzeit stark auf. Immer wieder trieb Prediger den Ball aus dem Mittelfeld bis in den Singener Strafraum. Was einzig fehlte waren die Tore. Beste Möglichkeiten konnten nicht genutzt werden. Zu allem Übel kassierten die abstiegsbedrohten Hausherren in ihrer Drangphase einen erneuten Gegentreffer und lagen urplötzlich wieder zurück. Erneut war ein Eckball der Auslöser. Der Ball wurde viel zu kurz geklärt, die Singener setzten nach und wurden mit dem 3:2 belohnt.

Auch danach bestimmte der Gastgeberaus Grunbach das Geschehen und hatte mehrmals durch Hessenberger beste Ausgleichschancen, die allesamt ungenutzt blieben. Weder per Kopf noch per Fuß wollte in der zweiten Halbzeit ein Tor gelingen.

Das Tabellenschlusslicht setzte sogar noch einen drauf und erzielte in Person von Marcel Schmidt (69.) das viel umjubelte 4:2. Weitere Chancen durch Fatih Ceylan, Serhat Gülbas oder Dirk Prediger konnten nicht verwertet werden

In den Schlussminuten parierte Fabian Bäuerle einen Konter und verhinderte so einen weiteren Treffer. Letztlich blieb es aber beim 2:4 aus Sicht der Grunbacher, die in dieser Runde ein wiederholtes Mal eine regelrechte Achterbahnfahrt über 90 Minuten erlebt haben und am Ende wie so oft mit leeren Händen dastehen.

Leserkommentare (0)