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Bislang stemmte sich der TV Bretten mit Ingo Catak (Nr 39) und Philipp Schollmeyer (23) gegen den Abstieg wie hier gegen Pforzheim mit Manuel Mönch. Nun droht aber unabhängig vom sportlichen Abschneiden das Aus.  Gössele
Bislang stemmte sich der TV Bretten mit Ingo Catak (Nr 39) und Philipp Schollmeyer (23) gegen den Abstieg wie hier gegen Pforzheim mit Manuel Mönch. Nun droht aber unabhängig vom sportlichen Abschneiden das Aus. Gössele
09.03.2016

TV Brettens Handballer vor dem Rückzug

Offiziell ist es noch nicht, aber die Anzeichen verdichten sich, dass der TV Bretten seine Männermannschaft im Handball am Saisonende zurückziehen will. „Die Wahrscheinlichkeit, dass wir kommende Saison nicht in der Oberliga oder Badenliga antreten werden, ist groß“, bestätigt der Vorsitzende des Gesamtvereins, Stefan Hammes, der Pforzheimer Zeitung.

Manches spricht dafür, dass die Handballer aus der Melanchtonstadt einen Neubeginn in der Kreisliga versuchen. Es könnte aber auch sein, dass der TVB in Sachen Männerhandball eine Pause einlegt. Damit steht die sportliche Zukunft von Trainer Sandro Catak und der Spieler, von denen viele früher bei der SG Pforzheim/Eutingen oder in Ispringen aktiv waren, in den Sternen.

Etwas voreilig hatte Oberligakonkurrent TSB Schwäbisch Gmünd bereits Vollzug vermeldet. „Der erste Absteiger (...) steht offiziell fest. Der TV Bretten hat seinen Rückzug zum Saisonende erklärt“, war auf der TSB-Homepage zu lesen. „Offiziell wissen wir von nichts“, sagt Geschäftsführer Nils Fischer vom Badischen Handballverband (BHV). „Wir gehen noch davon aus, dass Bretten im Falle eines Abstiegs in der Badenliga antritt.“

Kein Personal, kein Sponsor

Auslöser der Brettener Probleme ist der angekündigte Rückzug der gesamten Abteilungsleitung zum Saisonende. Wie es weitergeht, soll auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am Freitag kommender Woche besprochen werden. Ebenso schwer wie der Rückzug der Leitung wiegt die Tatsache, dass der kommissarische Vorsitzende Steffen Klumpp auch sein Engagement als Sponsor beendet. „Und die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement in der Handballabteilung hat gelitten“, sagt Stefan Hammes vom Hauptverein.

Zum Verhängnis wird Brettens Handballern, dass es für die Oberligamannschaft keinen passenden Unterbau gibt. Versuche, mit Nachbarvereinen aus Knittlingen und Gondelsheim eine Spielgemeinschaft zu bilden, ließen sich bislang nicht realisieren. „Die große Diskrepanz zwischen der Leistungsstärke der Jugendmannschaften und der ersten Mannschaft macht ein Umdenken in der generellen Ausrichtung der Abteilung erforderlich“, heißt es auf der TVB-Homepage.