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TV Pforzheim auf Titeljagd: Coach John Willis (rechts) und Kapitän Rob May feierten 2017 den erstmaligen Gewinn des DRV-Pokals. Den will der TVP 2018 verteidigen. 
TV Pforzheim auf Titeljagd: Coach John Willis (rechts) und Kapitän Rob May feierten 2017 den erstmaligen Gewinn des DRV-Pokals. Den will der TVP 2018 verteidigen.  © Jürgen Keller
11.05.2018

TV Pforzheim Rugby spielt im Ligafinale gegen Heusenstamm, dann im Pokal gegen Neuenheim

Pforzheim. „Unsere Leistung aus der Vorwoche gegen die Neckarsulmer SU hat mir schon sehr gut gefallen, wir haben gutes, mutiges Angriffs-Rugby gespielt, aber gegen den RK Heusenstamm müssen wir auch in der Abwehr konzentriert und mannschaftlich geschlossen zur Sache gehen“, gibt John Willis, Coach des TV Pforzheim, als Marschroute für das letzte Saisonspiel in der Rugby-Bundesliga Süd/West aus. Am Samstag, 14 Uhr will der TVP noch einmal mit einem Sieg seine Fans im heimischen SüdwestEnergie-Stadion am Rattachweg in Pforzheim-Eutingen verwöhnen.

Für den TVP ist die Saison mit dem bereits sicheren Platz drei in der Rugby-Bundesliga im Prinzip schon gelaufen. Für die Heusenstammer auf Platz sieben gilt es, wenigstens einen Punkt zu holen, um ganz sicher und aus eigener Kraft dem Abstieg zu entrinnen. Das könnte ihnen trotz Niederlage durch einen Offensiv-Bonuspunkt gelingen, wenn sie vier oder mehr Versuche legen, oder durch einen Defensiv-Bonuspunkt, wenn sie nur mit sieben oder weniger Spielpunkten Differenz verlieren.

Um einen dieser beiden Bonuspunkte zu holen, muss sich der RKH mächtig gegen die Angriffswellen des TVP stemmen. Dass dies funktionieren kann, haben die Pforzheimer „Rhinos“ schon im Hinspiel vor etwa einem halben Jahr erfahren müssen, als sie bei ihrem 50:24-Sieg lange kein Mittel fanden, um die RKH-Abwehr zu knacken und ins Heusenstammer Malfeld einzutauchen. Damals sprintete Dani Manea zu vier Versuchen.

„Wir müssen sicherstellen, dass wir von Beginn an auf dieses Spiel fokussiert und uns der Stärken und des Gefahrenpotenzials des RKH bewusst sind“, sagt Willis. Denn: „Die Heusenstammer sind fit und erfahren und spielen mit voller Power die ganzen 80 Minuten durch. Sie haben nichts zu verlieren und lassen den Ball sicher durch ihre Reihen wandern.“ Um das zu verhindern benötigten seine „Rhinos“ eine starke, kompromisslose Abwehr. Und im Angriff wünscht er sich ein bisschen mehr schonungslose Kaltschnäuzigkeit, denn bei aller gezeigten Offensivpower und trotz aller schönen Spielzüge und gelungenen Einzelaktionen habe der TVP doch eine Hand voll Versuche verschleudert.

Trotzdem glaubt Willis an einen Sieg, auch wenn er auf den verletzten Luke Wakefield verzichten muss und noch nicht weiß, ob er den angeschlagenen Irvine Nduwa einsetzen kann.

Da Vizemeister TVP als Drittplatzierter nicht ins DM-Halbfinale einziehen kann – das gab es seit dem Einzug der Pforzheimer 2011 in die Rugby-Bundesliga noch nie – müssen die „Rhinos“ ihr Glück im DRV-Pokal suchen. Dort trifft der amtierende deutsche Pokalsieger im heimischen SüdwestEnergie-Stadion am 9. Juni im Achtelfinale auf den SC Neuenheim. In dieser Saison musste der abstiegsgefährdete SCN schon zweimal sehr deutlich die Segel gegen einen überlegenen TVP streichen, was den Pforzheimer Rugbyfans Hoffnungen auf ein Viertelfinalmatch macht. 

Bundesliga: Das nächste TVP-Heimspiel (Saisonfinale)

TV Pforzheim – RK Heusenstamm, Samstag, 12. Mai, 14 Uhr, im SüdwestEnergie-Stadion in Pforzheim-Eutingen

DRV-Pokal, Achtelfinale:

TV Pforzheim – SC Neuenheim, Samstag, 9. Juni, 15 Uhr, SüdwestEnergie-Stadion in Pforzheim-Eutingen

 

Rugby-Bundesliga Süd/West – letzte Runde

Sa., 12. Mai

14 Uhr

SC Frankfurt 1880

-

TSV Handschuhsheim

RG Heidelberg

-

SC Neuenheim

TV Pforzheim

-

RK Heusenstamm

 

Neckarsulmer SU

19:60

Heidelberger RK

Rugby-Bundesliga Süd/West – Runde 13

1

Heidelberger RK

14

65

+781

2

RG Heidelberg

13

54

+153

3

TV Pforzheim

13

45

+288

4

SC Frankfurt 1880

13

38

-17

5

TSV Handschuhsheim

13

31

-99

6

Neckarsulmer SU

14

20

-260

7

RK Heusenstamm

13

15

-356

8

SC Neuenheim

13

10

-490

 

DM-Halbfinale

26. Mai

Hannover 78 - RG Heidelberg

 

Heidelberger RK - SC Germania List

 

DM-Finale

2. Juni

Endspiel 1. Bundesliga in Berlin