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Mit einer neuen Tribüne wird der TV Pforzheim seine Fans beim Rugbyfinale überraschen: (hinten, von links) Fritz Schäfer vom Tribünensponsor Volksbank Pforzheim, TVP-Teammanager Jens Poff, Eutingens Ortsvorsteher Helge Hutmacher, Hans-J. Schwarz von Clubers-Net und (vorne, von links) die Rugbyathleten Jeremy te Huia, Sam Howells, John Willis, Sean Armstrong, Anjo Buckman und Kobus Potgieter.
Mit einer neuen Tribüne wird der TV Pforzheim seine Fans beim Rugbyfinale überraschen: (hinten, von links) Fritz Schäfer vom Tribünensponsor Volksbank Pforzheim, TVP-Teammanager Jens Poff, Eutingens Ortsvorsteher Helge Hutmacher, Hans-J. Schwarz von Clubers-Net und (vorne, von links) die Rugbyathleten Jeremy te Huia, Sam Howells, John Willis, Sean Armstrong, Anjo Buckman und Kobus Potgieter.
Ausgelassen feierten die Spieler des TV Pforzheim vor drei Wochen den Sieg im internationalen Nordsee-Cup des Europapkals. Jetzt soll am Samstag, 21. Juni, im heimischen in Eutingen der deutsche Meistertitel geholt werden.  Keller
Ausgelassen feierten die Spieler des TV Pforzheim vor drei Wochen den Sieg im internationalen Nordsee-Cup des Europapkals. Jetzt soll am Samstag, 21. Juni, im heimischen in Eutingen der deutsche Meistertitel geholt werden. Keller
19.06.2014

TV Pforzheim erhofft Sieg im Finale der deutschen Rugby-Meisterschaft

Fast die gesamte deutsche Rugby-Nationalmannschaft steht am Samstag, 21. Juni, 15 Uhr auf dem Platz im SüdwestEnergie-Stadion am Rattachweg 46 in Pforzheim-Eutingen. Angesagt ist jedoch kein Länderspiel, sondern das Gipfeltreffen im deutschen Rugby: das Finale der Deutschen Meisterschaft zwischen TV Pforzheim und Heidelberger RK.

Erstmals wird in Pforzheim ein DM-Endspiel ausgetragen und erstmals steht ein Verein aus der Goldstadt so sehr im Blickpunkt der deutschen „Das ist eine große Ehre für uns als Verein wie auch für die ganze Stadt“, freut sich TVP-Teammanager Jens Poff über das Finale. So groß die Aufgabe für die Rhinos des TVP auf dem Platz sein wird, die Organisation war nicht minder schwierig. „Jeder ist irgendwo und irgendwie eingespannt. Alle ziehen an einem Strang. Anders geht es für einen Verein unserer Größenordnung nicht“, sagt Poff.

HeidelbergerRK ist Favorit

David gegen Goliath oder ein Kräftemessen auf Augenhöhe? Wer an Statistiken glaubt, sieht den amtierenden Meister Heidelberger RK in der Rolle des Favoriten. Hört man die Trainer der beiden Teams, hat der TV Pforzheim eine 50:50-Siegchance.

„Wer den Titel haben will, muss den HRK schlagen“, sagt TVP-Kicker Jeremy te Huia. Die Heidelberger sind im deutschen Rugby seit Jahren das Maß aller Dinge. Seit 2010 heißt der Meister HRK – und sein in dieser Saison noch ungeschlagenes Team, so Trainer Kobus Potgieter, sei vorbereitet, auch die fünfte Meisterschaft zu holen. Dem TVP gelang in der Saison nur ein Achtungserfolg beim Hinspiel, eine knappe Last-Minute-Niederlage, und eine derbe 10:60-Klatsche im Rückspiel.

Die Statistik spricht noch mehr für den HRK: In 16 Finalspielen gab es zehn Meistertitel. Aber: Der TV Pforzheim ist der Senkrechtstarter im deutschen Rugby. Die harten Jungs vom Rattachh spielen erst im dritten Jahr in der Rugby-Bundesliga, stehen aber bereits zum zweiten Mal im Finale. 2012 gab es eine knappe 16:20-Niederlage gegen den HRK. Nach dem Sieg im internationalen Nordsee-Cup im Rahmen des Europapokals vor drei Wochen scheint der TVP aber in diesem Jahr bereit für größere Aufgaben zu sein.

Neue Tribüne fürs Finale

„Wer den Sieg mehr will, wird gewinnen“, sagt Potgieter. Sein Fazit: „Die Chancen stehen 50:50.“ So sieht es auch TVP-Coach John Willis. „Stimmen Fitness, Technik und Einstellung, ist für die Pforzheimer Rhinos viel möglich. Wir müssen Selbstbewusstsein und Willen zeigen“, sagt Willis. Er hat Respekt vor dem Gegner, aber keine Angst. Sein Team sei in den letzten Wochen einen langen Weg gegangen, um Schwächen auszumerzen. Und, so Willis: „In einem Finale ist immer alles möglich.“

Der rasante Aufstieg des Pforzheimer Rugbyteams hat sich bereits im ehemaligen Eutinger Fußballstadion ausgewirkt. Zum Endspiel wartet der TVP mit einer neuen, mobilen Tribüne auf. „Dass die Fans dieses Spiel mit bester Sicht verfolgen und ihre Mannschaft auch ordentlich anfeuern können, haben wir die Anschaffung der Volksbank-Pforzheim-Tribüne mit 148 Sitzplätzen unterstützt“, erklärt Fritz Schäfer, stellvertretender Volksbank-Vorstandsvorsitzender, bei der Pressekonferenz. Und Poff denkt schon weiter. Bei einer Kooperation mit dem 1. CfR Pforzheim könnte man im schönen, neuen CfR-Stadion weitere Rugby-Highlights wie etwa Länderspiele in der Goldstadt präsentieren.

Sonderparkplätze, Livebands und WM-Show

Kommen 1500 oder 2500 Zuschauer? Beim TV Pforzhzeim kann man noch nicht abschätzen, wie groß der Andrang beim deutschen Rugbyfinale im SüdwestEnergie-Stadion am Rattachweg 46 in Pforzheim-Eutingen sein wird, aber man hat in Kooperation mit Ortsvorsteher Helge Hutmacher und vielen anderen Eutinger Vereinen eine große zahl an Sonderparkplätzen geschaffen. Ein spezielles Parksystem wird die Autofahrer zu Sonderparkraum am Schwimmbad, an der Turnhalle und auf der Festwiese in Eutingen führen.

Das SüdwestEnergie-Stadion ist schnell von der Haltestelle der S-Bahnlinie S5 und von der Stadtbuslinie 1, Haltestelle Kühler Grund, erreichbar.

Der Finaltag beginnt mit einem Schülerrugbyspiel um 13 Uhr . Um 15 Uhr wird das Endspiel um die deutsche Meisterschaft angepfiffen. Die Nationalhymne singt ein Musicalstar aus Tonga, der beim jüngsten Klitschko-WM-Kampf auftrat. Die Siegerehrung findet auf einem sonst im Motorsport eingesetzten Trucktrailer statt. Ab 18 Uhr spielen die Bands „Red Heat“ und „Lay 5“ live.

Ab 21 Uhr wird das WM-Fußballspiel Deutschland-Ghana live übertragen. Den ganzen Tag über gibt es einen „Marktplatz“ mit diversen Spezialitätenständen und Unterhaltungsangteboten für Kinder.

Eintrittskarten kosten zehn Euro (ermäßigt fünf Euro). Familienkarten sind für 20 Euro erhältlich. tok

Mehr Infos über Rugby in Pforzheim auf www.pz-news.de/rugby

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