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Mit 46:19 konnte der TV Pforzheim die mit Nationalspielern gespickte Auswahl Niederlande-Süd besiegen. Dabei sah es lange nach einem ganz engen Match aus, das den Spielern alles abverlangte. © Kurtz
27.04.2014

TV Pforzheim gelingt Einzug ins Nordsee-Cup-Finale

Pforzheim. Der größte internationale sportliche Erfolg der Pforzheimer Rugbyspieler ist perfekt: Sie stehen im Endspiel des Nordsee-Cups, der ersten Stufe im Rugby-Europapokal. Mit einem hart erkämpften 46:19-Sieg gegen die zuvor ungeschlagene Auswahl Niederlande-Süd sicherte sich der TV Pforzheim diese Chance auf den großen internationalen Auftritt.

Bildergalerie: Nordseecup-Finale erreicht: TV Pforzheim schlägt Niederlande-Süd

Dabei waren die Spieler schon vor dem Anpfiff gefordert: Sie mussten sich in Geduld üben. Die Niederländer und auch der Schiedsrichter standen im Stau. Erst mit knapp zweistündiger Verspätung konnte das Match angepfiffen werden.

Das Warten schien die Pforzheimer aber nicht in ihrer Konzentration gestört zu haben, denn kaum wechselte das Rugby-Ei die ersten Hände, fiel auch schon der erste Versuch. Die Pforzheimer schoben ein Paket über die Mallinie und Marlen Walker legte zum 5:0 ab. Jeremy te Huia kickte die Erhöhung sicher durch die Stangen und bei den in der Sonne tapfer ausgeharrten 200 Fans steigerte sich die Stimmung schlagartig.

Doch dann entwickelte sich ein Spiel, in dem die Pforzheimer von der mit vielen Nationalspielern gespickten Auswahl stark gefordert wurden. Vor allem die sicher stehende, vielbeinige Abwehr machte es den schnellen Sprintern und kreativen Hakenschlagern auf Pforzheimer Seite nicht leicht, ihre Qualitäten zu zeigen. Die Niederländer kamen zunächst nur durch souverän verwandelte Straftritte zu Punkten auf der Anzeigentafel. Es wurde das erwartet harte, enge Spiel.

Mit einem knappen 17:9-Vorsprung ging es in die zweite Halbzeit, in der die Pforzheimer dann am Ende die Niederländer mürbe gespielt hatten. Diese kamen nur zu einem Versuch, scheiterten im weiteren Spielverlauf an der nun solider zupackenden TVP-Abwehr. Auch ohne die fürs Landerspiel Schweden-Deutschland abgegebenen Nationalspieler Chris Howells, Rob May, Carlos Soteras-Merz und Timo Vollenkemper boten die Pforzheimer eine große kämpferische Leistung. Nur die Verletzung von David Schulz, der beim Legen des zweiten Pforzheimer Versuchs wohl einen Muskelfaserriss erlitt, trübte den guten Eindruck.

Versuche: Marlen Walker (2), David Schulz, Marc Hittel, Mau Simeona, Manasah Sita

Erhöhungskicks: Jeremy te Huia (5 von 6)

Straftritte: Jeremy te Huia (2 von 3)

Die nächsten DM-Playofftermine:

Auf den TVP kommt nun ein weiteres Endspiel zu. Am kommenden Samstag, 3. Mai, 15 Uhr, wird das Viertelfinale der Deutschen Rugby-Meisterschaft im Südwest-Energie-Stadion am Rattachweg 46 in Pforzheim-Eutingen gegen den TSV Handschuhsheim ausgespielt.

Zwei Wochen darauf ist das Halbfinale terminiert, bevor es am 21. Juni erstmals in Pforzheim zum Deutschen Rugbyfinale kommt.

Nächster Finale-Gegner im Europapokal ist der in Brüssel residierende Boitsfort RC, aktuell belgischer Tabellenerster. EIn Termin steht noch nicht fest.