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Nicht aufzuhalten waren die Pforzheimer (links Rob May) von den Gästen aus Belgien. Das Europapokal-Gruppenspiel war eine klare Sache für den TVP. Foto: J. Keller
01.04.2013

TV Pforzheim im North Sea Cup: Selbstvertrauen für Rugby-Meisterrunde getankt

Pforzheim. Für den Gruppensieg im North Sea Cup reicht es nicht mehr, aber der 86:10-Erfolg des Bundesligisten TV Pforzheim gegen die belgischen Rugbyspieler vom RC Frameries setzt ein positives Zeichen für die weiteren Spiele in der Rückrunde der deutschen Rugby-Meisterschaft. International konnte der TVP durchaus mit den belgischen und holländischen Teams mithalten, jetzt gilt es in den nächsten Spielen der Meisterrunde vor allem auswärts gegen besser platzierte Bundesliga-Teams Siege zu holen, um sich eine günstigere Ausgangsposition in den Playoff-Spielen der Finalrunde zu verschaffen.

Bildergalerie: TV Pforzheim besiegt RC Frameries mit 86:10

Die Zuschauer, darunter Bundestagsabgeordneter Gunther Krichbaum und Landtagsabgeordneter Ulrich Rülke, feierten den deutlichen Sieg der überlegenen Pforzheimer im Eutinger Rugbystadion am Rattachweg. Wer nur ein bisschen zu spät kam, hatte gleich schöne Aktionen verpasst. Schon nach zehn Minuten stand es 17:0 für die Pforzheimer. Bis zur Halbzeit konnte der TVP auf 50:3 erhöhen. Die Belgier konnten zwar hin und wieder etwas Druck machen, aber durch schöne Kombinationen und individuelle Klasseläufe kamen die Platzherren immer wieder zu Punkten.

Fisiiahi, Kupa, Soteras Merz, Güngör, Schulz, Brenner, Mainzer, Walker und Bachhofer legten die Versuche, te Huia und Soteras Merz kickten die Erhöhungen. Erst in der zweiten Halbzeit durchbrachen die tapfer kämpfenden Belgier die Abwehrreihe des TVP und kamen so zu ihrem einzigen Versuch.

Neue Erfahrungen

Den internationalen Einsatz hatte sich der TVP als deutscher Rugby-Vizemeister verdient. Diese neu gewonnenen Erfahrungen dürften das Team vielleicht in der aktuellen Meisterrunde stärken, denn nach einer eher mäßig erfolgreichen Hinrunde mit mehreren überraschenden Heimspiel-Niederlagen gilt es nun vor allem auswärts zu punkten. Am Mittwoch, 3. April, bei der RG Heidelberg und am Mittwoch, 24. April, beim SC Neuenheim geht es für den TVP darum, gegen den Tabellendritten und -zweiten Siege zu holen, um sich einen Platz unter den Top 4 in der Meisterrunde zu sichern. Das hätte ein Heimspiel in der finalen Playoff-Runde zur Folge.

Zu alter Stärke zurückgefunden

Nimmt man den letzten 48:22-Sieg gegen SC Frankfurt 1880 und den 86:10-Erfolg gegen RC Frameries als Maßstab, scheint der TVP stärker zu spielen als in der Hinrunde. Ob es an den neuen Spielern oder der Rückkehr von Langzeitverletzten liegt? Immerhin mussten die Pforzheimer nach der ersten und erfolgreichen Bundesliga-Saison mit einer weitgehend neu zusammengestellten Mannschaft antreten. Doch die alte Stärke des Teams vor allem im variablen Angriff scheint zurückgekehrt zu sein. pm