nach oben
Mustafa Güngör (am Ball), Kapitän der deutschen 7er-Rugby-Nationalmannschaft, und andere Top-Spieler fehlten dem TV Pforzheim beim internationalen 7er-Turnier in Amsterdam, doch der DM-Vierte von 2011 schlug sich tapfer und landete anm Ende im vorderen Mittelfeld.
Mustafa Güngör (am Ball), Kapitän der deutschen 7er-Rugby-Nationalmannschaft, und andere Top-Spieler fehlten dem TV Pforzheim beim internationalen 7er-Turnier in Amsterdam, doch der DM-Vierte von 2011 schlug sich tapfer und landete anm Ende im vorderen Mittelfeld. © Jürgen Keller
26.05.2012

TVP mit Achtungserfolg beim 7er-Rugbyturnier in Amsterdam

Amsterdam/Pforzheim. Pforzheim ist auf dem Weg, sich zu einer Rugby-Größe in Deutschland zu etablieren. Am vergangenen Wochenende nahm eine Rugbymannschaft des TV Pforzheim beim internationalen 7er-Turnier in Amsterdam teil. Trotz des Fehlens etlicher Leistungsträger belegten der TVP am Ende unter 48 Mannschaften, darunter etliche Profi Teams, einen guten Platz im vorderen Mittelfeld.

Das Turnier sollte den Pforzheimer Spielern schon mal als Vorbereitung auf die Deutsche 7er-Meisterschaft am 16. und 17. Juni in Heusenstamm dienen. In der vergangenen Saison wurde der TVP, damals noch Zweitliga-Meister, DM-Vierter. Stolperstein auf dem Weg ins Finale war der spätere DM-Sieger Heidelberger RK.

Größeres Interesse findet das 7er-Rugby seit der Wiederaufnahme ins olympische Sport-Programm für das Jahr 2016. Am 1. Turniertag in Amsterdam trafen die Pforzheimer auf eine englische 7er-Profimannschaft und mussten das Spiel am Ende mit 0:44 verloren geben. Auf Pforzheimer Seite fehlten mit Mustafa Güngör, dem Kapitän der 7er-Nationalmannschaft, Russell Kupa, Jeremy Te Huia, Scott Bain und Sidney Brenner gleich fünf erfahrene 7er-Spieler.

Trotzdem schafften es die Pforzheimer sich in den nächsten beiden Partien gegen eine holländische Mannschaft mit 29:7 und gegen eine französische Mannschaft mit 36:7 siegreich durchzusetzen. Somit hatte man sich für die Runde aller Gruppenzweiter der 12 Mannschaftspools für den nächsten Turniertag qualifiziert. Damit lagen die Pforzheimer bereits nach dem ersten Turniertag schon vor der deutschen Nationalmannschaft, die in ihrem Pool etwas mehr Probleme hatte und sich somit nur für die Runde aller Gruppendritter platzierte.

Am zweiten Turniertag trafen die Pforzheimer auf bekannte Gesichter vom Bundesligisten RK Heusenstamm. Die Heusenstammer, die schon seit Jahren gutes 7er-Rugby spielen, gingen schnell mit 7:0 in Führung. Der TVP kam zwar noch einmal auf 5:7 heran, musste sich aber gegen die stark aufspielenden Hessen am Ende mit 5:21 geschlagen geben.

Im nächsten Spiel trafen die Pforzheimer wiederum auf eine Profi-Mannschaft, die eigens für dieses Turnier von einer Amsterdamer Bar gesponsert und zusammengestellt wurde. Ohne große Chancen musste man den Sieg mit 5:45 abgeben. Trotzdem zeigte man sich auf Pforzheimer Seite mit dem Ergebnis auf Grund der Umstände und bei so einem stark besetzten Turnier recht zu frieden.

Bei den deutschen Meisterschaften in Heusenstamm dürfte das TVP-Team zum einen anders aussehen, zum anderen anders auftreten. Sind alle starken 7er-Spieler an Bord, zählt der TVP, im 15er-Rugby immerhin deutscher Vizemeister, zu den Titelfavoriten. uh