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Bald rücken die Bagger der alten Tribüne im Brötzinger Tal auf den Leib. Foto: Ketterl
Bald rücken die Bagger der alten Tribüne im Brötzinger Tal auf den Leib. Foto: Ketterl
12.01.2018

Tage der alten Tribüne im Brötzinger Tal sind gezählt

Pforzheim. Das Jahr 2018 soll beim 1. CfR Pforzheim als das Jahr des Neubeginns im Stadion Brötzinger Tal in die Geschichte eingehen. Zur Erinnerung: Eigentlich sollte der aus einer Fusion zwischen 1. FC und VfR Pforzheim im Jahre 2010 entstandene neue Verein seine sportliche Heimat in einem ertüchtigten Stadion Holzhof finden.

Weil der Holzhof aber in einem Wasserschutzgebiet (Enzquellen) liegt, wurde aus Gründen des Trinkwasserschutzes Ende 2010 beschlossen, nicht das Stadion Holzhof, sondern das Sportgelände im Brötzinger Tal aufzupeppen. Die Sanierung dieser maroden Sportstätte soll nun in die finale Phase eintreten.

Die Baugenehmigung für den Abriss der Ende der 50er-Jahre erbauten Tribüne liegt vor. Bevor die Bagger anrücken, wird im Bereich von Platz zwei hinter dem neuen Clubhaus eine Containersiedlung errichtet, die übergangsweise als Umkleide- und Duschgelegenheit dient. Vorgesehener Termin für die Aufstellung von insgesamt zwölf Containern ist der 29. Januar. Der Auftrag für den dann folgenden Abriss der Tribüne ist bereits vergeben, wie CfR-Vorstandsvorsitzender Markus Geiser auf Nachfrage erklärt. Mitte Februar könnte der Abriss erfolgen, der rund sechs Wochen dauert. „Wir wollen dann Ende März mit dem Bau des Funktionsgebäudes beginnen“, hofft Geiser. Die neue Tribüne, die neben dem Funktionsgebäude aufgestellt wird, ist bereits bestellt, die Teile werden angefertigt. Die Tribüne könnte nach Fertigstellung des Funktionsgebäudes ab Ende Juni aufgestellt werden, wenn alles optimal verläuft. Dies war allerdings bisher noch nie der Fall bei dem Großprojekt im Brötzinger Tal.

Die Zeit drängt, denn der Mietvertrag des CfR mit den Stadtwerken Pforzheim (SWP), dem neuen Eigentümer des Stadions Holzhof, endet mit der Fußballsaison 2017/18. Sollte der Verein im Sommer noch nicht komplett ins Brötzinger Tal umziehen können, wovon auszugehen ist, sei man allerdings gesprächsbereit, heißt es bei den Stadtwerken.

Unausweichlich ist natürlich eine deutliche Kostensteigerung, verursacht durch mehrere notwendige Umplanungen, aber auch die allgemeine Kostensteigerung im Bauwesen in den vergangenen Jahren. Ursprünglich sollte die Sanierung 3,3, Millionen Euro kosten, jetzt ist es gut eine Million mehr.