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Muss sich Gedanken machen: KSC-Trainer Jörn Andersen sucht noch nach dem richtigen Weg, um aus dem Tabellenkeller der 2. Liga herauszukommen.
Muss sich Gedanken machen: KSC-Trainer Jörn Andersen sucht noch nach dem richtigen Weg, um aus dem Tabellenkeller der 2. Liga herauszukommen. © dpa
29.11.2011

Testspiel gewonnen, aber jetzt sucht der KSC nach Verstärkungen

Karlsruhe. Der Karlsruher SC hat ein Testspiel gegen den FC Schaffhausen mit 8:1 (2:0) gewonnen und will im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga noch einmal personell nachrüsten. «Wir haben den Vorstand darüber informiert, dass wir im Winter die Mannschaft verstärken wollen. Wenn das Präsidium und der Verwaltungsrat zustimmen, werden wir für die Defensive etwas tun», sagte Sportdirektor Oliver Kreuzer.

Präsident Ingo Wellenreuther erklärte am Rande des Schaffhausen-Spiels: «Wenn die sportliche Leitung der Meinung ist, dass wir uns verstärken müssen, dann werden wir uns dem sicher nicht verschließen und sehen, ob man das realisieren kann.» Auf welchen Positionen genau er Bedarf sieht, ließ Kreuzer offen.

Der KSC zeigte zuletzt aber gravierende Schwächen im Abwehrzentrum, in der Außenverteidigung und im defensiven Mittelfeld. «Wir schauen Tag und Nacht DVD's von Spielern, die uns angeboten werden», erklärte der ehemalige Profi des FC Bayern München.

Ursprünglich hatten Kreuzer und Trainer Jörn Andersen erst in der Winterpause über neue Spieler sprechen wollen. Doch nach der 0:2- Niederlage gegen Alemannia Aachen und dem Absturz auf den Relegationsplatz ist der KSC wieder stärker unter Druck geraten. Der Verein hatte bereits im Sommer einen Umbruch vollzogen und zwölf neue Spieler verpflichtet. Profis wie Giuseppe Aquaro, Niklas Hoheneder oder Patrick Milchraum erfüllten die Erwartungen bislang aber nicht.

In dem kurzfristig angesetzten Testspiel gegen den Zweitliga-Club aus der Schweiz schoss allein Stürmer Anton Fink sechs Tore (5., 56., 65., 66., 72. und 82. Minute) für den KSC. Die weiteren Treffer erzielten Matthias Cuntz (9.) sowie Testspieler und Trainersohn Niklas Andersen (58.). Trainer Jörn Andersen hatte nach der Niederlage gegen Aachen auf diese Partie gedrängt, um einigen Nachwuchskräften und Reservisten Spielpraxis zu verschaffen. dpa