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In der Tennis-Weltrangliste steht Sebastian Ofner derzeit an Position 163 und könnte durchaus noch weiter nach vorne kommen. Für Zweitligist TC Wolfsberg könnte der österreichische Neuzugang ein Zugpferd werden.  Foto: Eibner 

Thiem-Freund Sebastian Ofner kommt zum Tennis-Zweitligisten TC Wolfsberg

Der TC Wolfsberg hofft auf ein Wochenende mit einem Freund von Tennis-Star Dominic Thiem. Der prominenteste Neuzugang des Pforzheimer Zweitligisten ist Sebastian Ofner. Kennern des Weißen Sports ist der Zugang vom TSV 1860 Rosenheim auf jeden Fall ein Begriff. Der Schützling von Dominic Thiems Vater Wolfgang kam vor drei Jahren in Wimbledon in die dritte Runde, in der er dem deutschen Jungstar Alexander Zverev unterlag. Kurz darauf stand TCW-Neuzugang Ofner beim ATP-Turnier in Kitzbühel im Halbfinale. Zuletzt lief es allerdings nicht allzu gut für ihn.

Dennoch ist der 23-jährige Österreicher im Kader des Wolfsberg-Teams ein würdiger Nachfolger von Dominik Koepfer (25) und könnte noch eine ähnliche Entwicklung nehmen. Koepfer verabschiedete sich aus Pforzheim, nachdem ihm im vergangenen Jahr bei den US Open der Durchbruch gelang. Immerhin war er für den TCW 2018 zweimal im Einsatz.

Zwei Heimspiel-Wochenenden

Dass Ofner in diesem Jahr mindestens eine Zweitliga-Partie in seinem Terminplan unterbringt, ist ebenso denkbar. Läuft es optimal, ist er an einem der beiden Heimspiel-Wochenenden dabei. Am Freitag, 24. Juli, um 13 Uhr steht gegen den TV Reutlingen der erste Auftritt zuhause an. Zwei Tage später erwartet der TCW die Spvgg Hainsacker. Heimrecht hat der TCW auch wieder zum Abschluss der Saison, am Freitag, 7. August, gegen den TC BW Oberweier und dann im letzten Spiel am Sonntag, 9. August, um 11 Uhr gegen den TC Weiß-Blau Würzburg.

Los geht die Saison für die Pforzheimer bei einem Nackrücker. Am Sonntag, 12. Juli, um 11 Uhr ist der TCW auf der Anlage am Siebentischwald des TC Augsburg im Einsatz.

14 Spieler fix

Kurz vor Meldeschluss am Sonntag sind 14 beim TCW Spieler fix. Nur die Hälfte davon sind Deutsche. Doch das heißt nicht, dass der Verein von seiner Linie abweichen will, überwiegend auf Spieler aus dem eigenen Land zu setzen. Zum festen Kern zählen Johann Willems, der 2019 glänzend eingeschlagen hat, Pascal Meis, Marko Lenz, Tim Rühl, Luis Erlenbusch, Rameez Junaid sowie der 36-jährige Alexander Flock, der sich wie schon zuletzt auch als Trainer einbringt. Theoretisch könnte Teammanager Thomas Hell allein mit diesen bewährten Kräften auskommen, allerdings will er bei jedem Spieltag ein, zwei Optionen in der Hinterhand haben.

Außer Ofner sind wie schon im Vorjahr dessen österreichischer Landsmann Jurij Rodionov, Roberto Cid Subervi (Dominikanische Republik) und Albano Olivetti (Frankreich) als punktuelle Verstärkungen vorgesehen. Ferner stehen weiterhin Andre Wiesler und French-Open-Doppelfinallist Fabrice Martin im Kader. Neu ist mit Dan Added ein dritter Franzose: Der 20-Jährige hat bei den Junioren schon von sich reden gemacht.

Begemann in Bundesliga

Das Ziel, die Verjüngung des Teams weiterzutreiben, hat der TCW auf jeden Fall erreicht. Nicht mehr zum Kader zählt Holger Fischer (Jahrgang 1980), der schon vorige Saison ohne Einsatz blieb. Nach nur einer Saison ist Matias Zukas schon wieder weg. Den Argentinier zog es nach Oberhausen. Außerdem wechselte Andre Begemann zum TC Großhesselohe: Bei den Bayern sieht die Chance, sich im Sommer mit dann 36 Jahren den Traum vom deutschen Meistertitel zu erfüllen. In der Bundesliga ist übrigens auch Thiem gemeldet. Der 27-jährige Australian-Open-Finalist steht weiter im Aufgebot von Titelverteidiger Grün-Weiß Mannheim.

Eine Klasse tiefer ist das Wolfsberg-Team gut aufgestellt. „Es wäre mir arg recht, wenn wir schon vor dem letzten Spiel gerettet sind“, sagt Hell. Das war vorige Saison, die man auf Rang sechs beendete, nicht der Fall. 2020 könnte mehr drin sein, zumal der TCW oft Erwartungen übertrifft. Vom Aufstieg spricht Hell einmal mehr nicht. Trotz aller Unwägbarkeiten vier Monate vor Saisonstart geht er davon aus, dass Bundesliga-Absteiger TC Weinheim oder der Vorjahreszweite BASF Tennisclub Ludwigshafen das Rennen machen.