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Volles Haus für die Handballer: Doch Zuschauerzahlen wie im Pokal gegen Magdeburg wird es in der Konrad-Adenauer-Halle nicht mehr geben. Müller/PZ-Archiv

Tickets für Pforzheimer Handball-Derby sind Mangelware

Pforzheim. Große organisatorische Probleme haben die Handballer der SG Pforzheim/Eutingen im Vorfeld des Derbys in der Männer-Oberliga gegen die TGS Pforzheim, das am 4. Februar stattfindet. Denn die Stadt hat, wie bereits früher gemeldet, die Zahl der Besucher in der Konrad-Adenauer-Halle auf 600 beschränkt, obwohl es alleine rund 800 Sitzplätze gibt. Ein Handballfest mit mehr als 1000 Besuchern, wie es Pforzheim noch 2010 mit dem Pokalspiel gegen Bundesligist Magdeburg erlebt hat, wird es also nicht mehr geben.

Zunächst einmal können sich SG-Dauerkartenbesitzer bei den kommenden Heimspielen Tickets für das Derby gegen die TGS besorgen. Ob dann noch viele Eintrittskarten in den freien Verkauf kommen, bleibt abzuwarten. Im Herbst 2011 ließ die Stadt Pforzheim in ihren Sporthallen Sicherheit und Fluchtwege überprüfen und verfügte strenge Richtlinien. Auslöser, so die Stadtverwaltung, waren die Vorfälle bei der Loveparade in Duisburg. Hintergrund für das städtische Vorgehen könnten aber auch die Diskussion um Eintrittskarten für das erste Oberliga-Derby in der Saison bei der TGS sowie die Diskussion um die Hilda-Sporthalle gewesen sein.

Fakt ist: Jetzt dürfen in die Benckiser-Halle, in der die TGS spielt, nur noch 199 Zuschauer (ab 200 Zuschauern gelten schärfere Sicherheitsauflagen). Und für die Konrad-Adenauer-Halle wurde ein Limit von 600 festgelegt. Auf viel Verständnis stößt das Vorgehen der Stadt bei der SG natürlich nicht. Die Halle verfüge schließlich mit dem auf den Schulhof führenden breiten Notausgang über gute Fluchtmöglichkeit. Doch Gespräche mit den Bürgermeistern im Oktober brachten keine Fortschritte: Die zugesagten Protokolle der Gespräche, so der SG-Vorsitzende Jörg Lupus, kamen nie beim Verein an. Auch einen weiteren Termin habe es trotz Zusage nicht gegeben. „Die Stadt kümmert sich nicht“, ärgert sich Lupus, der nun auch damit leben muss, dass der Verein die eingeplanten Einnahmen aus dem Derby nur zum Teil haben wird.

Der „Supersamstag“ am 4. Februar wird für die Pforzheimer aber auch in anderer Hinsicht problematisch: Denn vor dem Oberliga-Spiel stehen sich in der Badenliga um 18.00 Uhr auch die SG Pforzheim/Eutingen II und der HCNeuenbürg im Derby gegenüber. Um zumindest organisatorisch etwas Luft zu haben, haben SG und TGS bereits vereinbart, den Beginn der Oberliga-Partie auf 20.30 Uhr zu verschieben.