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Von links: Anna Ivannova, Jennie Wolf, Yuan Wan und Luisa Säger
Von links: Anna Ivannova, Jennie Wolf, Yuan Wan und Luisa Säger
19.07.2015

Tischtennis: Jennie Wolf aus Ersingen über EM-Bronze sehr glücklich

Als bei den 58. Jugend-Europameisterschaften in Bratislava gestern die Siegerehrung im Mädchen-Doppel durchgeführt wurde, stand auch eine Tischtennis-Nachwuchsspielerin aus Kämpfelbach-Ersingen auf dem Podest. Jennie Wolf, die erst in letzter Sekunde aufgrund der verletzungsbedingten Absage von Alena Lemmer (TuSEM Essen) das EM-Ticket lösen durfte, erreichte an der Seite ihrer russischen Partnerin Anna Ivannikova den dritten Platz und damit die Bronzemedaille.

Der Siegeszug der Zufallskombination, beide hatten im Vorfeld als jeweils fünfte Spielerin ihrer Mannschaft keine Partnerin, endete im Halbfinale. Alina Nikitchanka/Hanna Patseyeva aus Weißrussland setzten sich mit 11:9, 4:11, 11:7 und 11:8 durch. „Eigentlich war meine Leistung in Ordnung und ich bin auch zufrieden mit dem Ergebnis“, sagte Wolf. „Allerdings hatten wir durchaus unsere Möglichkeiten, sogar bis in das Endspiel zu kommen.“ Dazu wäre allerdings, so die 16-Jährige, der Gewinn des ersten Satzes „sehr wichtig gewesen. Wir haben einige Chancen ausgelassen.“

Bereits im Team-Wettbewerb der Schülerinnen hatte sich angedeutet, dass sich Wenna Tu vom TB Wilferdingen in der slowakischen Hauptstadt in einer sehr starken Form befindet. Nur drei ihrer acht Partien wurden verloren. In der Einzel-Konkurrenz rief die 13-Jährige diese starken Leistungen erneut ab und spielte sich bis ins Achtelfinale vor. Erst Kristina Kazantseva aus Russland stoppte den Siegeszug von Tu durch einen 5:11, 11:6, 11:8, 11:13, 11:8 sowie 11:5-Erfolg. „Es war mehr drin. Ich hätte dazu allerdings den fünften Satz, in dem ich 8:4 führte, gewinnen müssen. Trotzdem bin ich jetzt nicht unzufrieden, denn gleich bei meiner ersten EM-Teilnahme so weit gekommen zu sein, ist schon wirklich gut.“

Im Doppel-Wettbewerb der Schülerinnen endete der Wettbewerb für Wenna Tu und ihre beiden Vereinskolleginnen Anastasia Bondareva sowie Jana Kirner bereits nach der zweiten Runde. Tu/Bondareva kassierten eine 1:3-Niederlage gegen Vony Ange Randriantsoa/Berenice Marteau aus Frankreich, während Wan/Kirner Gul Pembe Ozkaya/Fatma Aykultu (Türkei) nach drei Durchgängen verloren.