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Oliver Virk vom TTC Dietlingen hofft auf einen guten Ligastart. Foto: Hennrich
Oliver Virk vom TTC Dietlingen hofft auf einen guten Ligastart. Foto: Hennrich
Seine Erfahrung soll Dejan Dujakovic für die TTG Kleinsteinbach/Singen auch in der Oberliga ausspielen. Das Team wurde zudem personell verstärkt. Foto: Becker
Seine Erfahrung soll Dejan Dujakovic für die TTG Kleinsteinbach/Singen auch in der Oberliga ausspielen. Das Team wurde zudem personell verstärkt. Foto: Becker
12.09.2017

Tischtennis: Kleinsteinbach/Singen will Klassenerhalt, Dietlingen will vorne mitmischen

Pforzheim. Wenn am Wochenende der Startschuss zur neuen Tischtennissaison ertönt, schickt der Bezirk Pforzheim 82 Mannschaften ins Punkterennen. Allein 79 davon nehmen bei den Herren den Wettstreit um Siege und Meisterschaften in Angriff. Zum Flaggschiff ist mittlerweile eindeutig die TTG Kleinsteinbach/Singen aufgestiegen, gelang der Truppe doch das Kunststück, in die Oberliga Baden-Württemberg einzuziehen. Zweitstärkste Kraft ist nach wie vor der in der Verbandsliga beheimatete TTC Dietlingen.

Oberliga Baden-Württemberg

Nach knapp zwei Jahrzehnten der sportlichen Abstinenz stellt also der Tischtennisbezirk Pforzheim endlich wieder einen Oberligisten. Um dort nicht von Anfang an auf verlorenem Posten zu stehen, entschlossen sich Kleinsteinbach/Singens Entscheidungsträger, personell aufzurüsten. Zum einen wussten sie schon frühzeitig vom Abgang ihres zuverlässigen Punktesammlers Kenan Hrnic nach Wöschbach und zum anderen ist die Oberliga eine andere Hausnummer. Mit der Verpflichtung des 26-jährigen, spielstarken Yannick Schwarz von der DJK Offenburg glückte ihnen ein Transfercoup. Außerdem eiste man von Nachbar TG Söllingen Patrick Mößner los. Last but not least wird Sarthak Gandhi aus der indischen Millionenmetropole Neu-Delhi im November zum Team stoßen. Dies wurde möglich, weil jener dann unter Chefcoach Rade Markovic in der Grünwettersbacher Trainingsgruppe vor Ort sein wird. Ansonsten setzen die Pfinztäler auf ihre bewährten Kräfte, angefangen vom erfahrenen Dejan Dujakovic über Hai Khanh Nguyen, Michael Schweizer und Kevin Valentin bis hin zum unverwüstlichen Ilija Rajkovaca, der – wenn Not am Mann ist – in die Bresche springen wird. „Für uns kann das Ziel nur Klassenerhalt lauten“, so Rajkovaca, „aber wir sind guter Dinge, dieses Ziel auch zu erreichen“. Während die SpVgg Gröningen-Satteldorf und der VfR Birkmannsweiler wohl den Titel unter sich ausmachen werden, gelten der 1. TTC Ketsch, der TTC Gnadental, der VfL Kirchheim sowie die TTG Neckarbischofsheim als Rivalen auf Augenhöhe.

Verbandsliga

Fast schon zum Inventar der Verbandsliga gehört der TTC Dietlingen. Kämpfte man vor Jahren noch gegen den Abstieg, so schrammte das Team um Spitzencrack Denis Mujdrica in der Vorsaison nur knapp an Platz zwei und der damit verbundenen Aufstiegsrelegation vorbei. Ob Kelterns Asse diesen Trend fortsetzen können, erscheint allerdings fraglich. „Zwar wollen wir unter die ersten Vier kommen, doch sind heuer sehr viele Unwägbarkeiten im Spiel“, gab TTC-Kapitän Oliver Virk preis.

Neben der Tatsache, dass Jürgen Doll den Verein in Richtung TV Helmsheim verlassen hat, scheint auch nur schwer einschätzbar, wie oft man in Stammbesetzung an die Tische gehen könne. Da zudem die Verbandsliga ausgeglichener und somit stärker geworden ist, hänge eine Menge vom Start ab. Gelänge dieser, sei vieles möglich, so Virk weiter. In erster Linie sollen dafür die bekannten Recken wie Mujdrica, Zvonko Marinovic, Virk und Andreas Bechtum sorgen. Während Youngster Jonathan Rosenow im mittleren Paarkreuz gesetzt ist, vervollständigt Thomas Schüle das Sextett. Gewehr bei Fuß stehen die in der jüngeren Vergangenheit schon des Öfteren erprobten Christoph Gau, Enrico Fornieles und Andreas Weber.