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Patryk Matuszewski, der früher auch das Trikot der TTG Kleinsteinbach/Singen trug, schaffte nun mit dem TTC Mutschelbach nach einer extrem spannenden Relegation den Klassenerhalt in der Verbandsliga. Foto: PZ-Archiv/Gössele

Tischtennis-Verbandsliga: Mutschelbach nach „heißem Ritt“ gerettet

Pforzheim. Zum Saisonfinale warteten Pforzheims beste Tischtennisteams noch einmal mit erfreulichen Resultaten auf. Herausragend dabei das Relegationsmatch, in dem sich der TTC Mutschelbach hauchdünn den Klassenerhalt in der Verbandsliga sicherte. Beim 8:8-Endstand entschied letztlich ein mehr gewonnener Satz die Partie gegen den TTV Heidelberg. Die TTG Kleinsteinbach/Singen, die bereits als Aufsteiger in die Oberliga feststand, schlug in der Badenliga den 1. TTC Ketsch zum Saisonausklang mit 9:2, Frauen-Oberligist Dietlingen brachte immerhin einen Zähler vom letzten Rundenauftritt beim TTV Burgstetten mit nach Hause.

Badenliga Männer

TTG Kleinsteinbach/Singen – 1.TTC Ketsch 9:2. Bereits in den ersten beiden Doppeln legten Boro/Perez und Schwarz/Valentin für die Hausherren den Grundstein zum Erfolg. Zwar mussten sich Aragian/Pham dann gegen Hartmann/Nagurski in vier Sätzen geschlagen geben, doch folgte Birdie Boros Antwort prompt. Yannick Schwarz erhöhte unmittelbar danach auf 4:1, ehe Juan Perez seinem Kontrahenten Boris Pastler die Grenzen aufzeigte und für die Vorentscheidung sorgte. Daran änderte auch Elias Hartmanns Erfolg über Kevin Valentin nichts, stellte doch Kian Aragian gegen Roman Nagurski den alten Abstand wieder her. Für den siebten Streich zeichnete Remy Pham verantwortlich, bevor Boro sowie Schwarz im Spitzenpaarkreuz mit Timo Berger und Robin Maier kurzen Prozess machten und Saisonsieg Nummer 17 zementierten. „Heute haben die Jungs noch einmal gezeigt, dass sie auf einem richtig guten Weg sind“, sparte Kleinsteinbach/Singens Kapitän Rajkovaca nach der beeindruckenden Mannschaftsleistung nicht mit Lob.

Verbandsliga-Relegation

TTC Mutschelbach – TTV Heidelberg 8:8 (31:30). Nachdem Matuszewski/Gille und Ruisch/Schmidt für eine schnelle Mutschelbacher 2:0-Führung gesorgt hatten, drehten Heidelbergs Doppel Ackermann/Aengenheister, Fabian Zhou sowie Routinier Heinz Nowicki den Spieß um, ehe Markus Ruisch und Matthias Apfel „in der Mitte“ erneut konterten und den Gastgebern wieder einen 4:3-Vorsprung bescherten. Von nun an stand die Begegnung endgültig auf Messers Schneide, sodass sich die jeweiligen Protagonisten in jedem Paarkreuz die Punkte teilten. Beim TTC trug sich zunächst Mirko Schmidt in die Siegerliste ein, bevor Patryk Matuszewski in einem begeisternden Spiel Nowicki mit 6:11, 11:7, 11:8, 9:11 sowie 14:12 in seine Schranken wies, Ruisch sich gegen Ackermann behauptete und Enrico Fussy schließlich Nicolas Daub zermürbte. Als es vor dem finalen Doppel 8:7 hieß und das Satzverhältnis mit 30:27 für Mutschelbach sprach, fehlte noch ein einziger Satzgewinn zum Klassenerhalt. Diesen zogen dann Matuszewski/Gille bei ihrer 9:11-, 12:10-, 9:11- und 13:15-Niederlage gegen Nowicki/Schmidt an Land. „Das war ein ganz heißer Ritt. Dank toller Unterstützung des Publikums haben wir es jetzt tatsächlich geschafft“, sprach aus Mutschelbachs Kapitän Apfel hinterher Erleichterung pur.

Oberliga Frauen

TTV Burgstetten – TTC Dietlingen 7:7. Obwohl Dietlingens Quartett durch Erfolge von Dürr/Rentschler, Schneider/Grether, Lea Dürr sowie Eva Rentschler einen Start nach Maß erwischte und mit 4:0 in Führung gegangen war, zeigten sich die Gastgeberinnen um Jutta Ernst keinesfalls geschockt. Im Gegenteil: Sechs Duelle später hatten sie ausgeglichen. Zwar brachte Dürr ihre Farben anschließend wieder in Front, doch mussten sich in der Folge sowohl Nadjana Schneider als auch Petra Grether geschlagen geben, sodass es einmal mehr Rentschler vorbehalten blieb, mit ihrem insgesamt dritten Einzelsieg Dietlingen einen Zähler zu retten. „Mit Platz drei können wir sehr zufrieden sein und auf eine äußerst erfolgreiche Saison zurückblicken“, so Dürrs Resümee.