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Bei den Tischtennis-Weltmeisterschaften der Jugend war Jennie Wolf aus Ersingen vom Einzel bis zum Mixed in allen vier Wettbewerben im Einsatz.   Steinbrenner
Bei den Tischtennis-Weltmeisterschaften der Jugend war Jennie Wolf aus Ersingen vom Einzel bis zum Mixed in allen vier Wettbewerben im Einsatz. Steinbrenner
07.12.2015

Tischtennis: WM-Team um Jennie Wolf knapp an einer Medaille vorbei

La Roche-sur-Yon/Kämpfelbach. Dass Jennie Wolf bereits einen Tag früher als die deutsche Delegation von den Jugend-Weltmeisterschaften aus dem französischen La Roche-sur-Yon nach Hause flog, hatte keinesfalls mit ihrer Leistung zu tun. Vielmehr musste das Tischtennis-Nachwuchstalent aus Ersingen mit seinem Verein, dem Bundesligisten TV Busenbach, am Sonntag beim SV DJK Kolbermoor (3:6) antreten.

Auch wenn die 16-Jährige von ihrer ersten WM ohne Medaille zurückkehrte, fiel ihr Fazit positiv aus. „Ich habe viele Erfahrungen sammeln können und bin insgesamt mit meinen Leistungen zufrieden.“ Im Team-Wettbewerb unterlag das Quartett des Deutschen Tischtennis-Bundes im Viertelfinale den USA mit 2:3. „Diese Niederlage war sehr schade und ärgerlich. Wir standen so dicht vor dem Sprung auf das Siegerpodest“, berichtete Jennie Wolf, die von Bundestrainerin Dana Weber erst in der Platzierungsrunde eingesetzt wurde. Sowohl beim 0:3 gegen Frankreich als auch beim 3:1 gegen Russland verlor sie ihr Einzel. Für ihr Team reichte es zu Rang sieben.

Einen starken Auftritt zeigten Jennie Wolf und Caroline Hajok (MTV Tostedt) im Doppel. Das Duo schied allerdings im Achtelfinale gegen Chen Xingtong/Wang Yidi aus China aus. „Wir waren ohne Chance“, sagte die Ersingerin nach dem 9:11, 5:11, 5:11.

Im Mixed an der Seite von Tobias Hippler (TuS Celle) reichte es zwar zum Sprung ins Hauptfeld, doch dort gab es gleich eine unglückliche 6:11, 10:12 und 10:12-Niederlage gegen Pauline Chasselin/Alexandre Cassin aus Frankreich. „Wir hatten im zweiten und dritten Satz unsere Möglichkeiten. Es war mehr drin“, sagte Jennie Wolf.

Im Einzel scheiterte sie in der Gruppenphase. Trotz einer ansprechenden Vorstellung reichte es gegen Marie Migot (Frankreich) nicht zur Überraschung. Der 2:4-Niederlage folgte eine Sieben-Satz-Schlappe gegen Alexia Nakashima (Brasilien). „Dieses Spiel hätte ich gewinnen müssen und auch können. Nur habe ich keine gute Leistung gezeigt“, sparte Jennie Wolf nach dem 9:11 im finalen Satz nicht mit Selbstkritik. mst