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Freude bei der Siegerehrung: Jennie Wolf (rechts) und Luisa Säger. Foto: Steinbrenner
Freude bei der Siegerehrung: Jennie Wolf (rechts) und Luisa Säger. Foto: Steinbrenner
23.07.2017

Tischtennis-Nachwuchstalent Jennie Wolf strahlt über EM-Bronze

Guimaraes. Als bei den 60. Jugend-Europameisterschaften im portugiesischen Guimaraes die Siegerehrung im Mädchen-Doppel durchgeführt wurde, stand auch ein Tischtennis-Nachwuchstalent aus Ersingen auf dem Siegerpodest: Jennie Wolf gewann an der Seite von Luisa Säger (DJK Offenburg) die Bronzemedaille.

„Wir freuen uns riesig über Platz drei. Damit hatten wir vor dem Turnier überhaupt nicht gerechnet“, strahlte die 18-Jährige über beide Backen und war keinesfalls enttäuscht, den Sprung in das Finale verpasst zu haben. Gegen Maria Yovkova/Fanni Harasztovich (Bulgarien/Ungarn) unterlag die Paarung des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) mit 11:8, 6:11, 8:11 und 7:11. „Wir haben keinen Ball auf den Tisch gespielt und konnten leider nicht an unsere guten Leistungen vom Vortag anknüpfen“, sagte Wolf, die zusammen mit Säger in der kommenden Saison für den Zweitliga-Aufsteiger TTC 1946 Weinheim auf Punktejagd gehen wird. Sowohl im Achtelfinale gegen Zhang Xuan/Ana Garcia (Spanien) als auch anschließend gegen Simay Kulakceken/Mihaela Plaesu (Türkei/Rumänien) hatte die DTTB-Paarung nicht einen Satz abgegeben.

Auch in der Einzel-Konkurrenz sorgte Jennie Wolf für positive Schlagzeilen. Nach den Erfolgen gegen Gaja Mavri (Slowenien/4:0) und Anna Matejovska (Tschechien/4:2) warf die sechsfache EM-Teilnehmerin mit Zhang Xuan Xu (Spanien/4:0) sowie Lisa Lung (Belgien/4:3) gleich zwei Spielerinnen aus den Top 10 in Europa aus dem Wettbewerb. „Ich habe richtig gut gespielt und bin sehr zufrieden mit meinen Leistungen“, meinte Wolf. Die gute Laune änderte sich auch nach der Viertelfinal-Niederlage gegen die an Position eins gesetzte Adina Diaconu aus Rumänien nicht. „Ich habe alles versucht, aber meine Gegnerin war einfach stärker“, so das Fazit der Ersingerin nach der 6:11, 7:11, 6:11, 14:12 und 10:12-Niederlage. „Ärgerlich war, dass ich den fünften Satz nach einem 10:8-Vorsprung noch abgegeben habe.“

Weniger erfolgreich verlief dagegen für Jennie Wolf der Mixed-Wettbewerb. An der Seite von Fanbo Meng (TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell) kam gleich in Runde eins gegen Sarah Meyer/Ademir Balaban aus Luxemburg mit 1:11, 6:11, 11:7 sowie 9:11 das Aus.