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Erleichterte KSC-Spieler nach dem 1:0-Erfolg gegen Werder Bremen II am vergangenen Samstag.  Foto: Ripberger 

Topspiel in der 3. Liga: KSC beim SV Wehen-Wiesbaden – Duell um Relegationsplatz

Karlsruhe. Sechs-Punkte-Spiel? Vorentscheidung im Kampf um Tabellenplatz drei? „Nein“, wehrt Alois Schwartz ab. Wehen Wiesbaden gegen den Karlsruher SC (Freitagabend, 19 Uhr) ist aber, und nur auf diese Bezeichnung lässt sich der KSC-Cheftrainer ein, ein „Topspiel“ der Dritten Liga.

„Das haben wir uns erarbeitet“, sagt Schwartz, nicht ohne Stolz. Seine Schützlinge hätten „erfolgreiche Wochen“ hinter sich. Konkret: eine Erfolgsserie von zehn Spielen ohne Niederlage (sieben Siege, drei Unentschieden). Und mit der jeweils vollen Punkteausbeute in den zwei Heimspielen, mit denen die Wildparkprofis in die zweite Saisonhälfte gestartet sind (3:1 gegen Unterhaching, 1:0 gegen Werder Bremen II), „haben wir unsere Hausaufgaben gemacht“.

Mit breiter Brust

Der KSC sei „auf dem Weg“, sagt Schwartz, ohne das konkrete Ziel – Platz drei in der Abschlusstabelle – zu nennen. „Und auf diesem Weg wollen wir bleiben.“ Dazu gehöre ein ordentliches Spiel beim aktuellen Dritten SV Wehen-Wiesbaden. „Wir wollen auch in Wiesbaden gewinnen“, formuliert Schwartz die Vorgabe für den 23. Spieltag. Der KSC sei vor der Winterpause auch nach Rostock (aktuell Vierter) gefahren, um dort zu gewinnen (3:0), und habe auch in Paderborn (aktuell Erster) drei Punkte im Visier gehabt (2:0).

Etwa 1800 bis 2000 Fans werden die Wildparkprofis in Wiesbaden, wo insgesamt nur etwa 4000 Zuschauer erwartet werden, unterstützen. „Das wird ein Heimspiel für uns“, ist sich Marc Lorenz sicher, der vor seinem Wechsel zum KSC zwei Spielzeiten (2015 bis 2017) beim SVWW unter Vertrag stand.

Lorenz hat sich in der Wintervorbereitung zurück in die Karlsruher Startelf gespielt, wo für ihn in den letzten zweieinhalb Monaten des vergangenen Jahres kein Platz mehr war. Und in den beiden ersten Spielen des neuen Jahres habe er „seine Sache gut gemacht“, lobt ihn Alois Schwartz. „Er hätte auch ein Tor verdient gehabt. Schauen wir mal am Freitag...“, motiviert er seinen Schützling für die Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte.

Da aller Voraussicht nach auch Matthias Bader rechts hinten wieder den Vorzug gegenüber Marco Thiede erhalten wird, ist in Wiesbaden mit der Anfangsformation zu rechnen, die auch gegen Bremen II begonnen hat. Und wie weit ist Neuzugang Marvin Pourié? „Wir dürfen ihn nicht zu früh bringen“, warnt Schwartz. „Er hat noch Trainingsrückstand und es fehlt ihm natürlich auch Matchpraxis. Das beinhaltet auch eine gewisse Verletzungsgefahr.“ Zum 18-köpfigen Aufgebot dürfte der früher U18-Nationalspieler aber schon gehören.

Für den Rest dieser Saison nicht mehr zum KSC-Kader gehört Alexander Siebeck. Nachdem ein Leihgeschäft mit dem Liga-Konkurrenten Carl Zeiss Jena vor einigen Wochen noch gescheitert war, konnte der im Sommer verpflichtete Mittelfeldspieler kurz vor Ende der Transferperiode II nun bis zum 30. Juni an den Regionalligisten Energie Cottbus ausgeliehen werden.

Mögliche KSC-Aufstellung: Uphoff – Bader, Gordon, Pisot, Föhrenbach – Lorenz, Wanitzek, Mehlem, Muslija – Fink – Schleusener.