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Der Ex-Nöttinger Niklas Hecht-Zirpel (in Rot) gegen seine Ex-Teamkollegen Timo Brenner (links) und Simon Frank (rechts) sowie den Nöttinger Neuzugang Julian Kern.
 
Der Ex-Nöttinger Niklas Hecht-Zirpel (in Rot) gegen seine Ex-Teamkollegen Timo Brenner (links) und Simon Frank (rechts) sowie den Nöttinger Neuzugang Julian Kern.   © Hennrich
13.07.2017

Tore-Party beim Wiedersehen: Nöttinger spielen 4:4 gegen Regionalligist Offenbach

Acht Tore gab es beim Sportfest des TSV Auerbach, als der Remchinger Oberligist FC Nöttingen im Testspiel auf den Regionalligisten Kickers Offenbach traf.

Das Wiedersehen mit Niklas Hecht-Zirpel geriet zur munteren Tore-Party. 4:4 (2:1) stand es nach 90 kurzweiligen Minuten. Die Zuschauer wurden bestens unterhalten, die Trainer hingegen waren weniger glücklich. „Vier Gegentore – das sieht kein Trainer gerne“, sagte Offenbachs Übungsleiter Oliver Reck. Sein Nöttinger Kollege Dubravko Kolinger stieß ins gleiche Horn. „Die Gegentore sind das, was mir am meisten aufstößt.“

Offensiv hingegen hinterließen beide Teams einen guten Eindruck. Die Offenbacher, die über weite Strecken mehr Ballbesitz hatten, gingen früh in Führung, als Hecht-Zirpel seinen Stürmer Florian Treske schön freispielte und der nicht lange fackelte (10.). Nöttingen ist Hecht-Zirpels Heimatverein, nach vielen Jahren im lila-weißen Trikot wechselte der Offensivspieler im Sommer zu den Hessen. „Niklas ist ein sehr, sehr guter Junge, der seine ersten Spuren schon hinterlassen hat“, sagt Oliver Reck über seinen Neuzugang, bremst aber zugleich zu hohe Erwartungen. „Er ist eifrig und bemüht. Aber er muss sich erst noch einfinden.“

Der junge Mittelfeldspieler fühlt sich beim hessischen Traditionsverein pudelwohl. „Alles läuft gut“, so Niklas Hecht-Zirpel nach dem Schlusspfiff zur PZ. Das Spiel gegen seinen Heimatverein war natürlich „etwas Besonderes. Man hat immer ein Grinsen im Gesicht, wenn man an einem Gegenspieler vorbeiläuft. Aber am Ende ist es nur Fußball.“ So sieht es auch Simon Frank, ein enger Freund und gestern in Auerbach einer der Gegenspieler Hecht-Zirpels: „Es ist natürlich etwas Besonderes, wenn man so eng befreundet ist. Aber im Spiel ist er nur ein normaler Gegenspieler.“

Der frühe Gegentreffer schockte die Nöttinger nicht, ganz im Gegenteil. Die Neuzugänge fügten sich gut ins Team ein, zwei von ihnen sorgten für das 1:1. Robin Faber setzte sich auf der rechten Seite durch, seine Rückgabe jagte Julian Kern aus 16 Metern ins Netz (18.). Danach konterten die Nöttinger den klassenhöheren Gegner zweimal aus. Beim 2:1 (42.) bediente Timo Brenner an der Mittellinie Leutrim Neziraj, der alleine aufs Tor zulief, beim 3:1 (49.) kam der öffnende Pass von Ernesto de Santis, vor dem Tor legte Michael Schürg schön auf Leon Braun quer. Der Torschütze stand als Testspieler im FCN Kader und empfahl sich später auch noch mit der Vorarbeit per Doppelpass beim 4:3 durch Eray Gür (87.). Dazwischen hatten die Offenbacher Jan Hendrik Marx (54.) und Stefano Maier (78.) für das zwischenzeitliche 3:3 gesorgt, mit einem satten Schuss in den Winkel setzte Florian Treske praktisch mit dem Schlusspfiff den Schlusspunkt zum 4:4.

Dubravko Kolinger nahm es gelassen: „Wir haben gut dagegen gehalten und phasenweise guten Fußball gespielt. Für diese Phase der Vorbereitung war das absolut okay.“

FC Nöttingen: Kraski – Faber (46. Schneider), Fuchs (46. Walter), Kolbe (67. Weber), Frank (46. Braun) – Bitzer, Brenner, Kern, Gür – Neziraj (46. Schürg), De Santis (62. Marten)

Schiedsrichter: Laier (Baiertal) – Zuschauer: 300
Tore: 0:1 Treske (10.), 1:1 Kern (18.), 2:1 Neziraj (42.), 3:1 Braun (49.), 3:2 Marx (54.), 3:3 Maier (78.), 4:3 Gür (87.), 4:4 Treske (90.)