nach oben
Hier jubeln die Stuttgarter über den Sieg im DFB-Pokal gegen Cottbus.
Hier jubeln die Stuttgarter über den Sieg im DFB-Pokal gegen Cottbus. © dpa
25.08.2017

Torjäger Terodde und Co. fiebern VfB-Heimspiel gegen Mainz entgegen

Simon Terodde weiß, was ihn erwartet. „In der Bundesliga kommt eine andere Qualität auf uns zu“, sagt der Stürmer von Erstliga-Rückkehrer VfB Stuttgart vor dem Heimdebüt am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den FSV Mainz 05. „Es war immer mein Ziel, in der Bundesliga zu spielen. Ich freue mich auf die Spiele und darauf, mich endlich dort beweisen zu können“, sagt der 29-Jährige.

Terodde war vergangene Saison mit 25 Treffern Torschützenkönig der 2. Bundesliga, doch so einfach wird es nicht mehr werden, Tore zu erzielen: „Jeder einzelne Spieler und die Mannschaften sind stärker, die Bundesliga zählt zu den stärksten Ligen der Welt.“

Die Gegenspieler werden ihm noch mehr auf den Füßen stehen wie in der vergangenen Saison. Was dem 1,90 Meter großen Modellathleten nicht viel ausmachen wird. Denn als Strafraumspieler gehört es zu seinen Aufgaben, dorthin zu gehen, wo es wehtut. Und so mancher Verteidiger hat die Erfahrung gemacht, dass Zweikämpfe mit Terodde nicht vergnügungssteuerpflichtig sind.

Das Toreschießen wird auch deshalb nicht einfacher, weil die Vorlagengeber größere Probleme haben werden, Terodde zu bedienen. Umso ärgerlicher ist es, dass sein Haupt-Vorbereiter der vergangenen Saison, Linksverteidiger Emiliano Insua, wegen einer Verletzung noch eine Weile ausfällt. Auf der rechten Seite wird Carlos Mané in diesem Jahr auch nicht mehr spielen.

Trotz einiger Misslichkeiten freut sich VfB-Trainer Hannes Wolf „riesig“ auf die Heimpremiere gegen Mainz. Gleichwohl wird er sich bis zum Ende der Transferperiode am Donnerstag, 31. August, verstärkt mit personelle Dingen beschäftigen müssen. Wer geht? Und vor allem: Kommen noch ein oder zwei neue Spieler hinzu?

Dazu dass der Transfer von Erik Durm von Borussia Dortmund zum VfB zu platzen droht, wollte Wolf keinen Kommentar abgeben. Auf die Frage nach möglichen Alternativen auf der rechten Abwehrseite erklärte der Trainer: „Ich habe Wünsche, die ich im Verein formuliere, aber nicht nach außen trage.“ Nach der Verpflichtung des 20-jährigen argentinischen Mittelfeldspielers Santiago Ascacibar, der beim ersten Heimspiel aber noch auf der Tribüne sitzen wird, hat der Trainer für die zentralen Positionen im Mittelfeld viele Optionen: Christian Gentner, Matthias Zimmermann, Ebenezer Ofori, Dzenis Burnic, Anto Grgic Orel Mangala, Berkay Özcan und eben Ascacibar stehen zur Verfügung. „Das ist Konkurrenzkampf, da muss man sich durchsetzen“, sagte Wolf.

Allerdings deutet vieles darauf hin, dass sich der VfB von einigen der derzeit 29 Profis trennen wird. So soll etwa Grgic verliehen werden, Tobias Werner werden Kontakte mit Zweitligist 1. FC Nürnberg nachgesagt. Auch Jerome Onguené und Nunoo Sarpei sollen wohl gehen.

„Mit Herz und Feuer“

Weg ist Alexandru Maxim. Der Mittelfeldspieler feiert mit seinem neuen Club Mainz ein schnelles Wiedersehen mit seinen ehemaligen Mannschaftskollegen. „Er wird sehr motiviert sein. Aber das sind wir auch“, sagte Wolf. Es gelte gegen Mainz „mit Herz und Feuer zu spielen“, sagte der Stuttgarter Coach noch. Offen ließ Wolf, ob er die beiden in Berlin eingewechselten Neuzugänge Holger Badstuber und Dennis Aogo für die Startelf nominieren wird. Fehlen werden die verletzten Emiliano Insua, Daniel Ginczek und Grgic. Einsatzfähig ist Timo Baumgartl, der sich von den Folgen einer Gehirnerschütterung erholt hat.

Mögliche VfB-Aufstellung: Zieler – Pavard, Baumgartl, Kaminski, Aogo – Burnic – Akolo, Gentner, Brekalo – Asano, Terodde