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Der Pforzheimer Andre Link hat mit dem deutschen Kleinkaliber-Männerteam in Baku EM-Bronze gewonnen. Foto: Privat
Der Pforzheimer Andre Link hat mit dem deutschen Kleinkaliber-Männerteam in Baku EM-Bronze gewonnen. Foto: Privat
26.07.2017

Tortur am Schießstand bringt Pforzheimer Andre Link EM-Bronze

Pforzheim/Baku. Bei den Europameisterschaften in Baku hat das deutsche Kleinkaliber-Männerteam mit Andre Link nach großem Kampf bis zuletzt im Dreistellungskampf die Bronzemedaille gewonnen. Bei äußerst schwierigen Bedingungen mit stark böigem Wind, der gar auf den Körper der Sportler ging, war dem Pforzheimer Link ein rhythmisches Schießen im gewohnt flottem Tempo nicht ansatzweise möglich: Zu häufig musste wegen starker Böen der Anschlagsversuch abgebrochen werden – zu häufig spielte das Glück die entscheidende Rolle.

Solche Bedingungen hatte Link in seiner bisherigen Laufbahn nie erlebt und sie sind aufgrund der Schießstandbauweise in Deutschland auch fast nicht möglich. Link nutze die zur Verfügung stehende Schießzeit von 2 Stunden 45 Minuten bis auf die letzten 45 Sekunden aus. Und er beendete den Wettkampf mit zwei Zehnern. Sie sicherten dem Team die Bronzemedaille: Österreich hatte einen Ring weniger, Russland fehlten auch nur zwei Ringe zum Medaillengewinn.

In der Einzelwertung landete Link mit 1144 Ringen zwar auf dem 20. Platz, er war mit seinem Wettkampf jedoch hochzufrieden: „Ich weiß nicht, was ich hätte besser machen können“. Trainer Helmut Hoffmann, der ihn in Aserbaidschan auf die Bedingungen einstellen hatte können, war ob des tollen Kampfgeists seines Schützlings voll des Lobes. „Wenn man sein ganzes Schießen derart umstellen muss und dann mit der Weltklasse mithalten kann ist das wirklich ein Erfolg und Gewinn für die Zukunft“.

Die beiden Teamkollegen Michael Janker (1148 Ringe) und Maxi Dallinger (1144 Ringe) landeten auf den Plätzen 15 und 23. Der Sieg ging wie schon beim Liegendschießen an den Weißrussen Juri Schtscherbazewitsch.