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Simon Terodde (links), der hier mit Emiliano Insua ein Tor feiert, dürfte gegen Bielefeld wieder in der VfB-Startelf stehen. Foto: Deck
Simon Terodde (links), der hier mit Emiliano Insua ein Tor feiert, dürfte gegen Bielefeld wieder in der VfB-Startelf stehen. Foto: Deck
04.11.2016

Trainer Wolf warnt VfB Stuttgart vor dem Außenseiter Arminia Bielefeld

Der VfB Stuttgart ist klarer Favorit gegen Armina Bielefeld. Alles andere als ein souveräner Sieg des Tabellenzweiten der 2. Fußball-Bundesliga am Sonntag gegen den Vorletzten wäre eine große Sensation. Obwohl die Ausgangslage eindeutig ist, warnte VfB-Trainer Hannes Wolf davor, den Kontrahenten zu unterschätzen: „Wir sind überhaupt nicht in der Position, Bielefeld auf die leichte Schulter zu nehmen.“ Bielefeld sei eine „gefährliche Mannschaft“.

Wolf stützte sein Urteil auf die jüngsten Erfolge der Ostwestfalen seit dem Trainerwechsel. Bielefeld gewann im DFB-Pokal bei Dynamo Dresden und feierte zuletzt mit dem 1:0 gegen den SV Sandhausen auch seinen ersten Saisonsieg in der Liga. „Die kommen mit positiven Erlebnissen“, sagte der VfB-Coach am Freitag.

Das gilt aber auch für die Schwaben. Nach dem 0:5-Debakel in Dresden, das Wolf noch immer beschäftigt, gewannen die Stuttgarter die folgenden beiden Punktspiele. Mit dem Vorstoß auf einen direkten Aufstiegsplatz und nur noch drei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Eintracht Braunschweig unterstrichen sie ihre Ambitionen auf die direkte Rückkehr in die Bundesliga. „Wir wollen uns da oben festbeißen“, betonte Wolf.

Grund zur Selbstgefälligkeit sieht der Trainer trotz des deutlichen Aufwärtstrends keinen. „Wir wollen uns immer weiter optimieren. Es geht immer alles besser“, betonte er. „Wir sind eher hungrig als zufrieden.“ Aber er wies auch darauf hin, dass die Leistungen zuletzt konstant gewesen seien. „Die beiden letzten Spiele haben sich – auch vom Ergebnis her – gut angefühlt“, sagte Wolf.

Mit dem erwarteten Sieg gegen Bielefeld würde die Stimmung in Stuttgart weiter steigen. Aber auch so ist der Zuschauerzuspruch beeindruckend. Für die Bielefeld-Begegnung am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) setzte der Verein schon 53.000 Karten ab. „Das ist erstaunlich, auch etwas unwirklich, dass trotz des Abstiegs so viele Menschen kommen“, meinte Wolf über den beeindruckenden Fan-Rückhalt seither. „Das ist eine Verpflichtung für uns, alles ins Spiel reinzulegen.“

Nicht mitwirken kann allerdings Daniel Ginczek. Der Stürmer, der sich nach seinen schweren Verletzungen wieder ans Team herangekämpft hat, fällt wegen einer Mandelentzündung aus. Boris Tashchy muss wegen eines gebrochenen Zehs pausieren. Die seit längerem verletzten Routiniers Hajime Hosogai und Tobias Werner fehlen weiterhin. Immerhin ist Simon Terodde wieder fit. Der Angreifer, der in Karlsruhe direkt nach seiner Einwechslung traf, könnte in der Startelf stehen.

Voraussichtliche VfB-Aufstellung: Langerak – Großkreutz, Kaminski, Baumgartl, Insúa – Gentner, Zimmermann – Carlos Mané, Ozcan, Asano – Terodde.