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Intensives Spiel: Felix Zachmann (vorne) gegen den Mannheimer Torschützen Mohamed Cherief. Foto: Becker
Intensives Spiel: Felix Zachmann (vorne) gegen den Mannheimer Torschützen Mohamed Cherief. Foto: Becker
05.12.2011

Trainer von FC Nöttingen und VfR Mannheim nach 1:1 betont zurückhaltend

Es war kein spielerisches Feuerwerk, was der FC Nöttingen und der VfR Mannheim am Freitag im verregneten Panoramastadion abbrannten. Doch das Topspiel der Oberliga Baden-Württemberg wurde mit hohem Einsatz und großer Leidenschaft geführt, und es war spannend bis zum Schluss. Das 1:1 (0:0)-Remis nach den Toren von Metin Telle (62. Minute, Foulelfmeter) und Mohamed Cherief (73.) war für die Platzherren ein wenig schmeichelhaft, aber auch nicht unverdient, weil der Einsatz im letzten Spiel vor der Winterpause stimmte.

Bei der Bewertung des Spieles waren sich Spieler und Trainer des FC Nöttingen nicht ganz einig. Während Michael Wittwer von einem glücklichen Punktgewinn sprach, fanden die Aktiven, das Endresultat sei durchaus gerecht. „Auf beiden Seiten wurden eigentlich kaum Chancen herausgespielt, deshalb ist das 1:1 okay“, meinte Holger Fuchs, der im defensiven Mittelfeld zusammen mit Felix Zachmann leidenschaftlich die Zweikämpfe suchte und sich den spielstarken Mannheimern entgegenstellte. Torschütze Metin Telle sprach auch von einem verdienten Remis: „Hier standen zwei der besten Oberliga-Teams auf dem Platz. Es ist klar, dass es da nur wenige Chancen gibt. Solche Spiele stehen immer auf der Kippe.“

Restlos zufrieden war Mannheims Trainer Kenan Kocak. „Wenn mir jemand vor dem Spiel ein 1:1 angeboten hätte, ich hätte sofort eingeschlagen“, meinte der 30-Jährige. Trotz des beträchtlichen Vorsprunges in der Tabelle will Kocak nichts von Meisterschaft hören. „Dieses Wort nehmen wir nicht in den Mund. Es kann noch so viel passieren.“

Auch Michael Wittwer wählte die verbale Defensive bei Fragen nach dem weiteren Saisonziel. Über Meisterschaftschancen will er nicht reden angesichts von zwölf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Mannheim. „Es bleibt dabei, wir streben einen Platz zwischen eins und vier an.“ Wittwers Spieler sind ein bisschen offensiver. „Im Fußball geht alles sehr schnell. Auch wir hatten in der vergangenen Saison zwölf Punkte Vorsprung und wurden noch abgefangen“, erinnert Holger Fuchs. „Solange rechnerisch noch etwas möglich ist, werden wir Gas geben und versuchen, jedes Spiel zu gewinnen“, sagt Metin Telle.

Die mögliche Aufholjagd beginnt nach der Winterpause am Freitag, 2. März 2012, mit einem Heimspiel gegen den FC Normannia Gmünd. Nur vier Tage später gibt es ein Wiedersehen mit dem VfR Mannheim im Viertelfinale des BFV-Pokals. „Da wollen wir eine Runde weiterkommen“, lautet Michael Wittwers Kampfansage. Martin Mildenberger