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Markus Gisdol
Markus Gisdol
André Breitenreiter
André Breitenreiter
Peter Zeidler
Peter Zeidler
Holger Stanislawski.
Holger Stanislawski.
Mirko Slomka.
Mirko Slomka.
16.09.2016

Trainerchaos beim VfB Stuttgart: Wer wird Nachfolger von Jos Luhukay?

Besser ganz früh in der Saison als zu spät“, sagte Sportvorstand Jan Schindelmeiser zum Abschied von Trainer Jos Luhukay vom Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart bereits nach dem vierten Spieltag. Aufstiegsexperte Luhukay, der seinen Dienst beim VfB sieben Wochen vor Schindelmeiser angetreten hatte, ist weg. Nun kann und muss der Sportvorstand einen Coach finden, der passt, denn Olaf Janßen ist nur eine Interimslösung.

Umfrage

Wie oft wird noch bis zum Saisonende beim VfB Stuttgart der Trainer gewechselt?

Nur noch einmal - der VfB wird wieder top 17%
Noch zweimal, denn aller guten Dinge (Trainer) sind drei 14%
Das steht noch in den Sternen - die Saison ist lang 43%
Völlig egal, Hauptsache der VfB schlägt den KSC 19%
Ein, zwei, viele Trainer - na und? Der VfB steigt wieder auf 7%
Stimmen gesamt 236
Nun könnte es sehr schnell gehen, denn zu einigen Kandidaten, die – wie schon in den vergangenen Jahren – mit dem VfB in Verbindung gebracht werden, hat der Sportchef eine Verbindung: zu Markus Gisdol, zu Mirko Slomka und zu Peter Zeidler. Auch André Breitenreiter oder Holger Stanislawski sind denkbar.

Markus Gisdol: Der gebürtige Geislinger war U-17-Trainer beim VfB. In die Bundesliga kam er als Co-Trainer von Ralf Rangnick bei Schalke 04 und bei 1899 Hoffenheim. Im April 2013 wurde er bei 1899 Cheftrainer und führte die Mannschaft vom letzten Platz über die Relegation zum Klassenverbleib. Im vergangenen Oktober wurde er von Huub Stevens abgelöst. Schindelmeiser und Gisdol arbeiteten in Hoffenheim 2009/2010 zusammen, Gisdol betreute damals das zweite Team.

Mirko Slomka: Schindelmeiser und Slomka kennen sich aus gemeinsamen Zeiten bei TeBe Berlin, wo Schindelmeiser Slomka zum Nachwuchskoordinator und Trainer der A-Junioren machte. Als Schindelmeiser Manager in Hoffenheim wurde, geschah das auch auf Empfehlung von Slomka. Dieser machte sich in der Bundesliga einen Namen als Coach von Schalke 04 und Hannover 96. Beim Hamburger SV wurde er im September 2014 nach nur sieben Monaten beurlaubt.

André Breitenreiter: Der Niedersachse bringt es auf sechs Spiele für die deutsche U-21-Nationalmannschaft. Als Trainer sorgte er für Aufmerksamkeit, als er den SC Paderborn 2014 erstmals in die Bundesliga führte. Obwohl die Mannschaft – nach einem 1:2 am letzten Spieltag gegen den VfB – direkt wieder abstieg, wurde Breitenreiter von Schalke 04 verpflichtet. Dort wurde er trotz einer ordentlichen Spielzeit im Sommer durch Markus Weinzierl ersetzt.

Holger Stanislawski: Auch der frühere Kult-Spieler und -Trainer des FC St. Pauli hat eine Hoffenheim-Vergangenheit, allerdings kam er 2011 nach Schindelmeisers Abgang in den Kraichgau. Zuletzt nahm Stanislawski eine Auszeit, machte einen Lebensmittelladen in Hamburg auf und analysierte für das ZDF die EM-Spiele. Im Sommer war er schon beim 1. FC Nürnberg im Gespräch. Allerdings fehlte es Stanislawski nach seiner Zeit bei St. Pauli an Erfolgen. Mit dem 1. FC Köln verpasste er den Aufstieg in die Bundesliga und bat daraufhin um die Auflösung seines Vertrages.

Peter Zeidler: Der gelernte Französischlehrer ist ein Außenseiter auf den Job beim VfB. Seit wenigen Wochen trainiert er den Schweizer Erstligisten FC Sion. Zeidler war beim VfB elf Jahre Jugendcoach sowie Co-Trainer des zweiten Teams, Schindelmeiser kennt ihn aus seiner Zeit als Co-Trainer in Hoffenheim. 2012 holte ihn Rangnick zum FC Liefering, dem Zweitteam von RB Salzburg. Von Juni bis Dezember war Zeidler dann Salzburger Chefcoach.