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Michael Fuchs will einen Trainer suchen, aber nicht selber Coach der Oberliga-Mannschaft werden. Foto: Ripberger
Michael Fuchs will einen Trainer suchen, aber nicht selber Coach der Oberliga-Mannschaft werden. Foto: Ripberger
19.04.2018

Trainersuche: FC Nöttingen will sich Zeit lassen

Remchingen-Nöttingen. Eine Trainerfindungskommission wird es beim FC Nöttingen nicht geben. Die Sportliche Führung beim Fußball-Oberligisten um Michael Fuchs (Sportlicher Leiter) und Dirk Steidl (Vorsitzender) wird sich in den kommenden Tagen und Wochen um diese Personalie kümmern, nachdem feststeht, dass der Vertrag mit Dubravko Kolinger nicht verlängert wird.

„Wir haben keinen Zeitdruck. Ich mache mir überhaupt keine Sorgen“, erklärt Dirk Steidl und verweist darauf, „dass der FC Nöttingen im eigenen Verein zwei absolute Toptrainer hat.“ Gemeint sind Michael Fuchs und Michael Wittwer, die beide schon das FCN-Oberligateam trainiert haben. Fuchs hat allerdings schon signalisiert, dass ihm der Job als Sportlicher Leiter bei den Lilaweißen sehr viel Spaß mache und er deshalb eher nicht auf den Oberliga-Trainerstuhl zurückkehren möchte.

Dirk Steidl wünscht sich einen Trainer, der zum Verein passt, „wegen dem man nicht alles umkrempeln muss. Mal sehen, was der Markt hergibt.“

Dem aktuellen Coach Dubravko Kolinger wurde am Mittwoch mitgeteilt, dass der Ende der aktuellen Saison auslaufende Vertrag nicht verlängert wird. Die Entscheidung kam überraschend, nicht nur für den 42-jährigen Coach. Denn in den Wochen zuvor hatte sich abgezeichnet, dass der Ex-Profi wohl weitermachen könne.

Nach PZ-Informationen gab es intern aber Widerstände und einige Bedenkenträger, die sich frischen Wind auf dem Trainerstuhl der Oberliga-Mannschaft wünschen. Man will neue Impulse setzen, was man Kolinger offenbar nicht zutraut.

Doch zunächst rollt der Ball weiter im Panoramastadion. Am Samstag gastiert der aktuellen Tabellenzweite FC 08 Villingen in Nöttingen (15.30 Uhr). Nach dem peinlichen 1:3 gegen den Abstiegskandidaten SV Sandhausen II am vergangenen Dienstag hat das Team von Dubravko Kolinger einiges gutzumachen. „Die ersten 20 Minuten waren gut, nach unserem verschossenen Elfmeter ist das Spiel dann gekippt“, blickt Kolinger zurück. Mario Bilger hatte die große Chance, per Strafstoß auf 2:0 zu erhöhen, doch er scheiterte am Gästekeeper Rick Wulle. „In der zweiten Hälfte fehlten uns dann die spielerischen Mittel, um das Spiel noch zu drehen“, so Kolinger.

Der FC Villingen, der am Dienstag im Spitzenspiel der Oberliga über ein 1:1 gegen den FV Ravensburg nicht hinauskam, ist ein heißer Kandidat auf Platz zwei, der zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Regionalliga berechtigt.