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Freigabe geklärt: Torhüter Oliver Nell beim Training in Nöttingen.
Freigabe geklärt: Torhüter Oliver Nell beim Training in Nöttingen.
Dann mal los, Jungs: Nöttingens Trainer Michael Wittwer (rechts) lässt seine Spieler die ersten Runden drehen. Ripberger
Dann mal los, Jungs: Nöttingens Trainer Michael Wittwer (rechts) lässt seine Spieler die ersten Runden drehen. Ripberger
Alle mal herhören: Grunbachs Trainer Michael Fuchs bei der Ansprache zum Trainingsauftakt mit seinen Spielern auf dem Platz in Langenbrand.  J. Keller
Alle mal herhören: Grunbachs Trainer Michael Fuchs bei der Ansprache zum Trainingsauftakt mit seinen Spielern auf dem Platz in Langenbrand. J. Keller
03.07.2012

Trainingsauftakt bei den Fußball-Oberligisten Nöttingen und Grunbach

Fast zeitgleich haben der FC Nöttingen und der TSV Grunbach am Montagabend die Saisonvorbereitung aufgenommen. Bis in rund sechs Wochen am 11./12. August die neue Saison in der Fußball-Oberliga beginnt, werden die Kicker beider Vereine jede Menge Schweiß vergießen.

Beim FC Nöttingen wird in den beiden ersten Wochen täglich trainiert, manchmal sogar zweimal. Das erste Testspiel steht bereits am kommenden Sonntag (16.00) beim FC Calmbach an, der ein Vereinsjubiläum feiert.

Am Montag standen 16 Feldspieler und zwei Torhüter bei der ersten Trainingseinheit auf dem Platz. Torhüter Sascha Rausch, Metin Telle und Marcel Rapp fehlten noch, werden in den kommenden Tagen aber dabei sein. Marcel Rapp hatte eine Urlaubsverlängerung erhalten. Der Innenverteidiger, der kommende Saison auch als Co-Trainer fungiert, hatte in der Sommerpause geheiratet und ist noch auf Hochzeitsreise.

Mit von der Partie waren die meisten der bisher feststehenden Neuzugänge. Zu ihnen zählt auch Oliver Nell. Um den hatte sich zuletzt eine Hängepartie entwickelt, nachdem der Torhüter auch in Grunbach unterschrieben und noch beim 1. CfR Pforzheim einen Vertrag hatte. „Die Sache ist inzwischen geregelt“, sagt der Nöttinger Vorsitzende Dirk Steidl.

Spieler für linke Seite gesucht

Gesucht werden beim FCN jetzt noch zwei Spieler für die linke Seite. Dort sieht der Verein Bedarf, da Kapitän Kärcher wegen eines Auslandsaufenthalts ab Mitte September länger fehlen wird. Ein Kandidat ist Hakan Cakan, der beim FCN mittrainiert. Der Linksverteidiger stammt aus der Jugend des Karlsruher SC und trug vor einigen Jahren auch schon einmal das Nöttinger Trikot.

In den vergangenen Saison wurde Nöttingen in der Oberliga Sechster. Daran oriertiert sich Dirk Steidl in Sachen Saisonziel: „Besser als im Vorjahr“, sagt er.

Gespannt ist man in der Region, wie sich Aufsteiger TSV Grunbach in der Oberliga schlagen wird. Dass das Team aus dem Schwarzwald in den Abstiegskampf verwickelt wird, glaubt eigentlich niemand. Immerhin konnte der spielstarke Verbandsligameister fast alle Stammspieler halten. Und Verstärkungen wie Angreifer Daniel Reule vom SVWaldhof Mannheim und fünf Spieler vom Karlsruher SC (U23 und U19) lassen die Konkurrenz aufhorchen.

Mancher sieht Grunbach gar im Kreise der Titelkandidaten. Da tritt Michael Fuchs mal lieber auf die Euphoriebremse. „Wir müssen zunächst einmal zehn Neuzugänge integrieren“, sagt der TSV-Trainer. Auch er weiß, dass der verjüngte Kader durch die neuen Spieler an Qualität gewonnen hat. „Aber zunächst einmal müssen wir uns in der neuen Liga behaupten.“ Sein Saisonziel formuliert er zurückhaltend: „Alles, was mit einem einstelligen Tabellenplatz zu tun hat, ist gut.“ Für die Spitzenplätze in der Liga kommen für ihn eher die etablierten Vereine wie Waldhof Mannheim, Neckeralz und Nöttingen infrage.

Training in Langenbrand

Vorerst trainieren die Grunbacher in Langenbrand, weil der heimische Platz hergerichtet wird und der TSV sein Gelände auch mit einigen Umbaumaßnahmen oberligatauglich machen muss. Die „Anreise“ zum Training von Grunbach den Berg hinauf nach Langenbrand erfolgt mit dem Fahrrad. „Das ist zugleich die erste, kleine Konditionseinheit des Tages“, schmunzelt der Trainer.

Bis auf den beruflich verhinderten Murat Cetinkaya hatte Fuchs zum Auftakt alle Mann an Bord. Die kommenden Wochen wird er auch dazu nutzen, die Antwort auf eine spannende Frage zu finden: Können Grunbachs Torjäger Dominik Salz und Neuzugang Daniel Reule gemeinsam spielen? „Das sind zwei richtig geile Stürmer, die für Tore stehen“, sagt Fuchs. Aber im bisherigen Grunbacher System war meist nur Platz für einen Mittelstürmer. Der TSV-Trainer spricht von einer „interessanten Frage“ und einer „großen Herausforderung“. Bleibt abzuwarten, ob sich einer der Angreifer mit einer neuen Rolle anfreunden muss oder ob Fuchs sein System umstellt.