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Symbolbild: dpa
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27.07.2018

Trauer um Tischtennis-Legende Dragutin Surbek

Calw. Einer der prägendsten Tischtennisspieler der Welt in den 60er-, 70er- und 80er-Jahren, der auch im Nordschwarzwald für Furore sorgte, ist tot: Dragutin Surbek. Im Alter von 71 Jahren starb der einst jugoslawische, dann kroatische 36-fache Medaillengewinner bei Welt- und Europameisterschaften in seiner Heimatstadt Zagreb. Das Sport-Idol, das sich durch eine außerordentliche Fairness auszeichnete, verstärkte zwischen 1977 und 1980 den damaligen Bundesligisten TTC Calw.

Der Verein besteht heute nicht mehr. Später schwang Surbek den Schläger für den ATSV Saarbrücken und den TTC Esslingen. Der durch seinen Freund Ivan Lucic aus Pforzheim nach Calw gekommene zweimalige Weltmeister im Doppel schlug auch schon bei einem Bundesligaspiel seines Calwer Teams in der Calmbacher Enztalhalle auf. Jugoslawiens mehrfacher „Sportler des Jahres“ war sich nicht zu schade, dem Nachwuchs sein Können und Wissen zu vermitteln, beispielsweise bei einem Lehrgang in Birkenfeld.

Surbek war so vom Tischtennis besessen, dass ihm als Jugendlicher sechs Stunden Training am Tag noch zu wenig waren. So stieg er sogar mit einem Freund durch ein Fenster nachts in die Turnhalle ein und übte wie ein Besessener. Noch 1992 war er bei der EM in Stuttgart zu bewundern. Sogar mit seinem gleichnamigen Sohn Dragutin spielte er für Kroatien in einem Team.