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So freute sich Sebastian Kienle über seinen Sieg beim Ironman 70.3 Chattanooga in Tennessee. Foto: „nooga.com“
So freute sich Sebastian Kienle über seinen Sieg beim Ironman 70.3 Chattanooga in Tennessee. Foto: „nooga.com“
30.05.2016

Triathlet Sebastian Kienle ist hungrig auf weitere Ironman-Siege

Knapp zehn Wochen hat Sebastian Kienle in den USA geschuftet, geschwitzt und an der Form für die bevorstehenden Highlights der Triathlonsaison gefeilt. Nun kehrt ein stärkerer, noch besserer Kienle nach Deutschland zurück und bringt bereits die ersten Erfolge mit nach Hause: Unter anderem gewann der Spitzensportler aus Mühlacker den Ironman 70.3 Chattanooga in Tennessee, wo 2017 die Weltmeisterschaft stattfinden wird. Ein gutes Vorzeichen für den Ironman 70.3 Kraichgau am 5. Juni?

Rückblick. Den Auftakt der neuen Saison hatte sich der Ironman Weltmeister aus dem Jahr 2014 sicher etwas anders vorgestellt: Mit einem platten Reifen steht Kienle am Streckenrand des Ironman 70.3 Oceanside in Kalifornien und verliert beim Reifenwechsel wichtige Sekunden im Kampf um die Top-Platzierungen. Am Ende steht sein Name auf Platz zwölf der Ergebnisliste, er selbst sagt: „Der Start war etwas unglücklich, aber ich habe in diesem Rennen schon gemerkt, dass die Form gut ist.“

Nur wenige Stunden nach dem Zieleinlauf sitzt der in Mühlacker wohnende Weltklasse-Athlet im Auto, in Gedanken längst bei den nächsten Herausforderungen, die auf ihn warten. Seine Zelte schlägt er in Tucson (Arizona) auf, wo er die nächsten vier Wochen trainieren wird. „Es war sehr gut über einen längeren Zeitraum auf so hohem Niveau trainieren zu können“, so Kienle. Unterbrochen wurde der konzentrierte Trainingsplan nur vom Start beim Ironman 70.3 St. George in Utah, wo die US-Meisterschaft über die klassischen Mitteldistanz von 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer Laufen ausgetragen wurde. Mit einer soliden Leistung holt Kienle Platz zwei. Aber noch ist er nicht am Ende seiner US-Tournee angekommen, ein Rennen wartet noch auf ihn. Ein Rennen, das sich Kienle zurecht gelegt hat, um seine Form unter Wettkampfbedingungen zu testen: Der Ironman 70.3 Chattanooga in Tennessee.

In alter Kienle-Manier, allerdings mit einer besseren Schwimmform, schnappt er sich den Sieg und berichtet: „Das war ein super Abschluss für die Zeit in den USA. Ich habe nun selbst dafür gesorgt, dass ich bei der WM, die hier nächstes Jahr ausgetragen wird, mit sehr guten Erinnerungen anreisen werde. Vor allem bin ich aber froh, dass ich meine Trainingsleistungen – insbesondere im Schwimmen – immer regelmäßiger auch im Rennen umsetzen kann.“ Kienle klingt zufrieden, aber lange noch nicht satt.

Zurück in Deutschland. Zeit für verfrühte Höhenflüge bleibt nicht, denn Kienle weiß, dass die wichtigsten Aufgaben dieses Jahres noch vor ihm liegen. „Ich habe die Wochen, vor allem in Chattanooga, sehr genossen. Aber jetzt freue ich mich wieder auf die Heimat. Das gute Training und vor allem das erfolgreiche Rennen am Ende stimmen mich zuversichtlich für mein Heimrennen beim Ironman 70.3 Kraichgau am 5. Juni.“