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Triathlet Sebastian Kienle aus Mühlacker hat die Finnland die Challenge Turku gewonnen. Er fuhr dabei seine persönlich schnellste Radzeit auf der Triathlon-Distanz. Archivbild: dpa
Triathlet Sebastian Kienle aus Mühlacker hat die Finnland die Challenge Turku gewonnen. Er fuhr dabei seine persönlich schnellste Radzeit auf der Triathlon-Distanz. Archivbild: dpa
14.08.2018

Triathlet Sebastian Kienle siegt in Finnland mit Wut im Bauch

Turku/Mühlacker. Triathlet Sebastian Kienle aus Mühlacker hat in Finnland die Challenge Turku gewonnen. Der 34-Jährige gewann den 70.3-Wettbewerb in der schnellen Zeit von 3:38:09 Stunden und verbesserte dabei den Streckenrekord des Tschechen Jaroslav Kovacic um fast zehn Minuten. Der Spanier Pablo Dapena kam mehr als vier Minuten nach dem Mann aus Mühlacker als Zweiter ins Ziel (3:42:20), der Däne Daniel Bækkegård landete in 3:44:41 Stunden überraschend auf dem Bronzerang.

Sebastian Kienle war nur aus einem Grund aus seinem Trainingslager in den italienischen Alpen nach Finnland gereist: Um das Rennen von Turku zu gewinnen und Punkte für die Challenge Family World Bonus zu sammeln. Er tat es mit Erfolg. „Ich habe geschafft, was ich schaffen wollte“, sagte er mit einem breiten Lächeln nach dem Rennen. Der Ironman-Sieger von 2014 machte aber nicht den Fehler, seine Gegner zu unterschätzen, insbesondere Pablo Dapena. Kienle wusste um die Stärke des Spaniers auf der Laufstrecke und wollte deshalb schon beim Schwimmen angreifen, verlor aber mehr als drei Minuten auf die Führungsgruppe mit Dapena und Bækkegård. Der Deutsche kam als Elfter aus dem Wasser. „Ich habe etwas gebraucht, ins Rennen zu kommen und die Maschine auf Touren zu kriegen“, sagte der Sieger und gestand ein: „Das hat mich wütend gemacht.“

Mit Wut im Bauch griff Kienle auf der Radstrecke an, Schnell schloss er die Lücke mit einer Durchschnittsgeschwindikeit von 46 Stundenkilometern und fuhr seine schnellste Radzeit jemals auf dieser Triathlon-Distanz. Dapena griff auf der Laufstrecke noch einmal an, konnte Kienle aber nicht mehr gefährden.