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Auch ihr zweites Saisonspiel konnten die Pforzheim Wilddogs mit Quarterback Ryan Stroud (Nummer 3, am Ball) erfolgreich gestalten. Foto: PZ-Archiv/J. Keller
Auch ihr zweites Saisonspiel konnten die Pforzheim Wilddogs mit Quarterback Ryan Stroud (Nummer 3, am Ball) erfolgreich gestalten. Foto: PZ-Archiv/J. Keller
03.05.2017

Trotz Strafen in Serie eilen die Pforzheim Wilddogs zum Sieg

Mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel haben die Pforzheim Wilddogs in der 3. Liga Südwest einen perfekten Saisonstart hingelegt – zumindest, was die Punktausbeute betrifft. Doch es ist längst nicht alles Gold, was glänzt, beim Football-Team aus der Goldstadt. Beim 31:14-Erfolg in Holzgerlingen kämpften die Wildhunde noch mit einigen Unzulänglichkeiten.

Vor allem die hohe Zahl von Raumverlust durch Strafen macht die Verantwortlichen nachdenklich. „The Beach“ (Der Strand) wird das Spielfeld in Holzgerlingen genannt – und es machte bei strahlendem Sonnenschein seinem Namen alle Ehre. Die von zahlreichen mitgereisten Fans unterstützten Pforzheimer konnten die gut gestarteten Gastgeber zunächst an der eigenen 35-Yard-Linie aufhalten, Holzgerlingens folgender Fieldgoal-Versuch ging neben die Stangen.

Erste Punkte durch Herecki

So starteten die Wilddogs in guter Feldposition. Ein schöner Spielzug von Daniel Maffert über 50 Yards brachte die Gäste an die gegnerische Endzone und Rene Herecki sicherte Pforzheim mit einem starken Touchdown-Lauf über die Mitte die ersten Punkte – Touchdown Wilddogs. Kicker Marvin Loth sorgte für den Extrapunkt zum 7:0.

Danach stoppte Kenneth Brenneman den Holzgerlinger Kickoff-Return früh und ein Quarterback-Sack von Marco Dittus warf die Gastgeber an die eigene 5-Yard-Linie zurück. Doch dann begann das, was aus Pforzheimer Sicht zum großen Manko in dieser Partie werden sollte. Ein Foul am Quarterback brachte den Twister einen neuen ersten Versuch, weitere Strafen folgen.

So dauerte es bis zum zweiten Viertel, ehe Laufspieler Bryant Wade für den zweiten Touchdown sorgte. Dass Holzgerlingen anschließend länger in Ballbesitz blieb, lag wieder an Strafen für die Wilddogs. Für die einzigen weiteren Punkte vor der Pause sorgte Marvin Loth mit einem Fieldgoal zum 17:0-Halbzeitstand.

Nach der Pause sorgte Jürgen Kolodziej zunächst für viel Raumgewinn und danach auch für den Touchdown zum 24:0. Die Defense schien danach den Gegner schon gestoppt zu haben, ehe Holzgerlingens Quarterback im vierten Versuch einen Touchdown-Lauf über 80 Yards zum 7:24 aus dem Hut zauberte.

Flagge um Flagge fliegt

Danach setzte sich aus Pforzheimer Sicht die Strafen-Serie fort. Flagge um Flagge wurde von den Unparteiischen geworfen, immer wieder bekam Holzgerlingen neue erste Versuche und verkürzte schließlich auf 14:24. Die Gastgeber waren im Aufwind.

Es waren ein paar deutliche Worte von Cheftrainer Kevin Murphy notwendig, um die Wilddogs vor dem letzten Viertel wieder auf Kurs zu bringen. Jürgen Kolodziej erzielte dann auch den letzten Touchdown des Tages zum 14:31-Endstand.

Zufrieden war man bei den Wilddogs aber nicht. „Über 200 Yards Raumverlust durch Strafen in einem Spiel ist eine Hausnummer, die ich so noch nicht erlebt habe“, war Wilddogs-Vorstand Kai Höpfinger konsterniert. Auch Defense-Coach Bernd Schmitt war nicht begeistert „Im ersten Spiel waren die Strafen schon eine Misere, heute haben wir das nochmal getoppt.“

Am 14. Mai steigt im Holzhofstadion das nächste Heimspiel gegen die KIT Engineers aus Karlsruhe. Die „Ingenieure“ sind ungeschlagen, seit sie am Liga-Spielbetrieb teilnehmen. Zum Saisonauftakt hatten sie Holzgerlingen mit 66:7 zum Platz gefegt. Pforzheim könnte nun als Gegner eine andere Hausnummer werden. „Aber bis dahin müssen wir die vielen Strafen abstellen“, so Schmitt.