nach oben
01.10.2017

TuS Bilfingen schlägt sich selbst: Unnötige 2:3-Niederlage in Neckarelz

Neckarelz. Vor dem gegnerischen Tor nicht kaltschnäuzig genug, vor dem eigenen Gehäuse mit zu vielen individuellen Fehlern, „die uns das Genick brechen“: In seiner Analyse der 2:3 (1:2)-Niederlage bei der Spvgg Neckarelz identifizierte Bilfingens Spielertrainer Dejan Svjetlanovic diese beiden Hauptursachen für den Negativlauf seines Verbandsliga-Teams.

Dabei hatte die Partie perfekt begonnen: Svjetlanovics Flanke von rechts nahm Sascha Mörgenthaler an und netzte per Dropkick ein – da waren erst vier Minuten gespielt. „Danach haben wir einige Chancen auf 2:0 zu erhöhen vergeben“, ärgerte sich der bitter enttäuschte Spielertrainer später. Stattdessen foulte Jeremy Westphalen unnötig im eigenen Strafraum. Den fälligen Elfer verwandelte der Neckarelzer Torjäger Abedin Krasniqi in seinem Startelfdebüt in der aktuellen Saison (23.).

Dennoch drängte Bilfingen nach der Pause weiter auf den Sieg – zunächst mit Erfolg: Mörgenthaler setzte sich auf links durch und legte den Ball in Richtung Fünfmeterraum zurück, von wo Lars Kuhn ihn einschob (64.). „Aber dann laden wir den Gegner wieder zum Tor ein“, so Svjetlanovic. So stand es nach einem Treffer durch Aiman Kurt schon drei Minuten später wieder pari.

Den Sieg wollten in der Folge beide kriselnden Teams, es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Erst in der fünften Minute der Nachspielzeit – angezeigt waren nach Bilfinger Angaben nur drei Minuten – ging dieser zu Ende: Vorne verlor der TuS da nach einem harten Duell den Ball (Svjetlanovic: „Für einen Elfmeter war das in der Nachspielzeit wahrscheinlich zu wenig“) und verpasste dann den richtigen Moment, um den Konter zu unterbinden. So konnte Fabio Schmidt abziehen und – obwohl Keeper Matthias Dörrich noch am Ball war – den goldenen Treffer erzielen.