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Ein Autounfall bremste Bilfingens Oguzhan Celebi (Mitte, im Duell mit Gommersdorfs Markus Gärtner) am Ende der Hinrunde aus. In der Rückrunde soll der Angreifer mit seinen Toren für den Klassenerhalt in der Verbandsliga sorgen. Ripberger
Ein Autounfall bremste Bilfingens Oguzhan Celebi (Mitte, im Duell mit Gommersdorfs Markus Gärtner) am Ende der Hinrunde aus. In der Rückrunde soll der Angreifer mit seinen Toren für den Klassenerhalt in der Verbandsliga sorgen. Ripberger
06.12.2017

TuS Bilfingen steht vor einer knallharten Rückrunde

Drei Jahre lang ging es für den TuS Bilfingen nur bergauf. 2014 wurde die Mannschaft Meister in der Kreisklasse A1 und stieg in die Kreisliga auf. Hier wurde man auf Anhieb Vizemeister und kletterte in die Landesliga. Auch hier ließ man die Konkurrenz hinter sich und stieg als Meister in die Verbandsliga auf. Im ersten Jahr konnte man noch mit Platz zehn die Klasse halten, doch in dieser Saison läuft es bislang nicht rund für die Mannschaft vom Trainerduo Dejan Svjetlanovic (Spielertrainer) und Reiner Ackermann. Auf Platz 14, einem Abstiegsplatz, überwintern die Bilfinger. Was sind die Gründe dafür und wie will man aus dem Tabellenkeller heraus kommen? Die PZ gibt Antworten.

Vier Siege, zwei Remis und neun Niederlagen – warum läuft es nicht beim TuS Bilfingen?

So schlecht hat Bilfingen in dieser Hinrunde gar nicht gespielt. Klar, unterm Strich stehen nur 14 Punkte, doch der TuS gab auch viele Zähler unglücklich ab. So verlor man gegen das Topteam VfR Mannheim trotz einer starken Leistung nur knapp mit 0:1. Extrem ärgerlich waren die Niederlagen gegen Neckarelz (2:3), Bruchsal (2:3) und Eppingen (0:1). In diesen Partien kassierte man immer kurz vor Schluss noch einen Gegentreffer. Leider holte man aber auch gegen direkte Abstiegskandidaten wie Gartenstadt (0:1) und Schwetzingen (1:3) keine Punkte.

Ist die Mannschaft nicht fit?

Die Spieler, die regelmäßig im Training sind, schon. Doch das waren in der Hinrunde nicht immer alle. Verletzungen und auch private wie auch berufliche Angelegenheiten machten immer wieder einen Strich durch die Trainingsplanung von Svjetlanovic und Ackermann. Und das schlug sich dann auch im Spiel nieder. „Wir haben nie unseren Rhythmus gefunden“, sagt Svjetlanovic, der „so viele Ausfälle auch noch nie erlebt“ hat. Deshalb war es schwierig, Stabilität in die Mannschaft zu bringen. Verletzungsbedingt musste er zwischenzeitlich sieben Spieler ersetzen. Teilweise fiel der komplette Sturm aus.

Hin und wieder ließ aber auch das Engagement einiger Spieler zu wünschen übrig. Svjetlanovic griff deshalb durch. Seine Krisensitzung in der Kabine fruchtete. Gegen Schlusslicht Gommersdorf (4:0) holten seine Jungs drei wichtige Punkte. Seitdem weiß jeder, um was es geht: um den Klassenerhalt.

Was muss passieren, damit der TuS aus dem Tabellenkeller klettert?

Ganz einfach: Punkte holen! Zum Relegationsplatz 13 fehlt nur ein Zähler. Auf den ersten Nichtabstiegsplatz drei. Zulegen muss Bilfingen in allen Mannschaftsteilen. Zu den 21 geschossenen Toren dürfen sich gerne noch weitere gesellen. Dafür muss aber auch TuS-Angreifer Oguzhan Celebi treffsicherer werden. In der vergangenen Saison traf er insgesamt 19 Mal. In dieser Runde hat er bislang erst sechs Mal eingenetzt. Am Ende der Hinrunde bremste ihn allerdings auch ein Autounfall aus. Die TuS-Abwehr ist mit 25 Gegentreffern nicht die schlechteste der Liga. Ärgerlich waren immer wieder individuelle Fehler, die zu Gegentoren führten. Bedingt aber auch, durch die ständigen Wechsel in der Defensivformation. „Auf uns wartet eine knallharte Rückrunde. Jeder muss bis ans Limit gehen, dann schaffen wir den Klassenerhalt“, sagt Svjetlanovic.

Welche verletzten Spieler kehren in der Rückrunde zurück?

Fast eine ganze Elf: Lars Kuhn, Samuel Augenstein, Jeremy Westphalen (alle Schambeinentzündung), Maxim Kohlmann (Adduktoren), Oguzhan Celebi (Rückenprobleme), Torwart Bünyamin Karagöz (Knieprobleme). Ebenso Sascha Mörgenthaler, der sich im letzten Spiel des Jahres gegen Heddesheim einen Rippenbruch sowie einen Riss in der Niere zuzog. Kevin Geiger (Schlüsselbeinbruch) geht für drei Monate ins Ausland und kommt erst wieder im April zurück.

Wird sich Bilfingen in der

Winterpause verstärken?

„Wir müssen in der Offensive etwas tun, doch Transfers in der Winterpause sind schwierig“, sagt Svjetlanovic. Abgänge gibt es keine.

Bleibt Svjetlanovic auch über

diese Runde hinaus?

In den nächsten Tagen will die Vereinsführung mit Svjetlanovic ein Gespräch führen. Tendenz: alles offen.

Was gibt es sonst noch?

Laut Svjetlanovic will der Verein die Infrastruktur verbessern. Der Hartplatz soll zum Trainingsplatz umfunktioniert werden. Neue Parkplätze soll es geben.