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Auf dem Sprung: der ehemalige Nationalturner Steve Woitalla wechselt von Stuttgart nach Straubenhardt.   Baumann
Auf dem Sprung: der ehemalige Nationalturner Steve Woitalla wechselt von Stuttgart nach Straubenhardt. Baumann
04.01.2017

Turner des KTV Straubenhardt streben dritte Meisterschaft in Serie an

In der Saison 2017, die wieder zweigeteilt ausgetragen wird – drei Wettkampftage im Mai, vier im Oktober und November – muss die KTV zunächst auch auf Andreas Bretschneider verzichten. Der Nationalturner und Reckspezialist hat sich wie angekündigt kurz vor Weihnachten einem Eingriff an der linken Schulter unterzogen.

„Die Operation ist gut verlaufen und die Sehne hoffentlich nun wieder fest“, sagte der Sportsoldat. Doch nach der OP in der Berliner Charité wurde beschlossen, demnächst auch die rechte Schulter Bretschneiders zu operieren. Damit fällt er mehrere Monate aus. „Mein Ziel ist die WM im Oktober in Montreal“, sagt Bretschneider. Anschließend könnte er dann auch wieder in der Bundesliga für die KTV eingreifen.

Die Lücken, die der zeitweise Ausfall von Bretschneider und der Abgang von Dauser hinterlassen, sollen mehrere Turner füllen, allen voran Steve Woitalla. Lange Jahre ging der Nationalturner für den SC Cottbus an die Geräte, ehe es ihn nach Stuttgart zog. Künftig soll er für die KTV ran, vor allem am Boden und Sprung.

Für den Straubenhardter Jugenstil steht künftig auch Tobias Radoi, der kurz vor dem Jahreswechsel 17 Jahre alt wurde. Er kommt vom SC Riesa und sammelte bereits beim TSV Monheim Bundesliga-Erfahrung. „Er ist ein Perspektivturner, den wir frühzeitig an uns binden wollen“, sagt Andreas Rapp vom Bundesliga-Management der KTV.

Weitere Talente aus dem Leistungszentrum in Berlin, mit dem die Straubenhardter kooperieren, könnten den KTV-Kader ergänzen. Ob die Planung damit abgeschlossen ist? „Weitgehend“, sagt Andreas Rapp, „aber vielleicht tut sich auf der Ausländerposition noch etwas.“

Wiedersehen mit Dauser

Zum Saisonauftakt geht es für Straubenhardt im Mai zunächst zum Aufsteiger Heilbronn, dann kommt Cottbus. Der dritte Kampf könnte zum Knackpunkt werden, denn Bretschneider wird noch fehlen, wenn es im Duell mit der KTV Obere Lahn zum Wiedersehen mit Lukas Dauser kommt. Das hessische Team will in der kommenden Saison angreifen, auch wenn noch nicht klar ist, wann und wie viel Olympiasieger Fabian Hambüchen turnt. „Aber wenn er turnt, wird er das sicher perfekt tun“, sieht Straubenhardts Trainer Dirk Walterpacher einen neuen, starken Konkurrenten.