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So sehr sich der junge Felix Wild beim Heimspiel auf dem Wolfsberg auch mühte, beim Goldstadtpokal im Tennis kam er nicht über die erste Runde hinaus.
So sehr sich der junge Felix Wild beim Heimspiel auf dem Wolfsberg auch mühte, beim Goldstadtpokal im Tennis kam er nicht über die erste Runde hinaus.
07.07.2016

Turnierwoche beim TC Wolfsberg: Favoriten-Siege, Talente zahlen Lehrgeld

Vom Wetter her lässt die Turnierwoche beim Tennisclub Wolfsberg bisher keine Wünsche offen. Der vierte Turniertag am Donnerstag war noch ein wenig sonniger und wärmer, als die vorherigen. Zu schwül war es jedoch nicht. „Es ist angenehm zu spielen“, sagte Turnierleiter Thomas Hell am Nachmittag.

Unerfreulich fand er allerdings, dass er fürs Hauptfeld bei den Männern wie bei den Frauen noch drei Absagen zu verzeichnen hatte. So fehlt dieses Mal die Vorjahresfinalistin Julia Thiem aus Taufkirchen, die sich krank meldete. Nachdem sie erst kürzlich in Bayern das Turnier in Forchheim gewann, wäre ihr auch in Pforzheim wieder Einiges zuzutrauen gewesen.

Talent unterliegt Top-Mann

Da einige eingeplante Akteure letztlich nicht beim TCW aufschlugen, rückte der eine oder andere nach, der in der Qualifikation gescheitert war. Einer von sechs sogenannten „Lucky Loser“ bei den Männern war Joel Ockernahl, ein Neffe von TCW-Trainer Marco Ockernahl. Joel durfte sich im Hauptturnier mit Andre Begemann messen, der Deutschland schon mehrfach im Davis-Cup vertreten hat. Begemann schlug den Nachwuchsspieler des TC Ötisheim mit 6:0, 6:1.

Von insgesamt neun Wolfsberg-Spielern feierten noch weitere Siege: Alexander Flock besiegte Marco Meon (TC Rüppurr) mit 6:1, 6:3 klar. Ebenso ließ der dreifache Turniersieger Holger Fischer seinen Club-Kollegen Jan Huwald keine Chance. Dass sich Fischer mit 6:1, 6:2 durchsetzte, war nicht verwunderlich, denn während er zum Zweitliga-Team des TCW gehört, spielt Huwald im zweiten Team der Herren 40. Raus ist auch Felix Wild vom TCW, der gegen David Novotny (TC Lauffen) 3:6, 1:6 verlor. Auch für Tom el Safadi blieb die 2. Runde ein Traum. Dieser junge Wolfsberg-Spieler unterlag Kunal Anand vom TC Mutterstadt mit 0:6, 3:6. Christian Koch vom TCW verlor gegen Vincent Thierry Schneider (TC BASF Ludwigshafen) mit 1:6, 1:6. Per Freilos kam der an Nummer eins gesetzte Marko Lenz vom TCW weiter.

Teils waren die Leistungsunterschiede groß, doch bei den Männern gab es auch Spiele, die um die drei Stunden dauerten. Besonders spannend war die Partie Nicolas Garcia gegen Steven Schüller. Letztlich behielt Garcia, ein Spieler vom TC Schwarz-Gelb Heidelberg, gegen den „Lucky Loser“ vom TCW mit 3:6, 6:4, 6:3 die Oberhand.

Bei den Frauen mussten zwei TCW-Talente aufgeben: Emely Karcher, und Hanna Kantenwein. Immerhin spielte sich die Wolfsbergerin, die am stärksten einzuschätzen ist, in die zweite Runde: Die Kroatin Iva Primorac, die an Nummer fünf gesetzt ist, schlug Ann-Sophie Hahn vom TC Ludwigsburg mit 6:3, 6:2. Sie habe gut aufgeschlagen, müsse sich im weiteren Turnierverlauf aber besser bewegen, meinte die Siegerin, die am Mittwoch anreiste und bei der Familie ihrer Teamkolleginnen Josephine und Emely Karcher unterkam. Iva Primorac will auf jeden Fall auch am morgen letzten Turniertag dabei sein. „Wenn ich nicht mindestens das Finale erreiche, bin ich nicht zufrieden“, sagte die 20-Jährige forsch.