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Nutzte seine Chance: Theodor Bräuning (links, gegen David Engelmann) gelang in St. Leon der Treffer zum 2:0. Foto: Pfeifer
Nutzte seine Chance: Theodor Bräuning (links, gegen David Engelmann) gelang in St. Leon der Treffer zum 2:0. Foto: Pfeifer
14.10.2015

Typisch FC Nöttingen: Pokalspezialist nun im Halbfinale

Das war wieder ein typisches Pokalspiel des FC Nöttingen: Am Anfang ein bisschen zäh, aber am Ende doch souverän. Mit 2:0 (0:0) siegte der Titelverteidiger des badischen Fußball-Pokalwettbewerbes am Mittwochabend im Viertelfinale beim Landesligisten VfB St. Leon und steht damit zum siebten Male in Folge im Halbfinale des BFV-Pokals. Die Tore für den Favoriten erzielten Reinhard Schenker (66. Minute) und Theodor Bräuning (86.).

Wie angekündigt, schonte Nöttingens Trainer Michael Wittwer einige seiner Stammkräfte. So saßen Holger Fuchs, Michael Schürg und Marc Schneckenberger erst mal auf der Bank. Gegner St. Leon, den man im Pokal-Wettbewerb 2012/13 schon einmal im Viertelfinale mit 2:0 besiegt hatte, agierte wie erwartet betont defensiv und versuchte, mit einer Fünfer-Abwehrkette dem Oberligisten Paroli zu bieten.

Mario Bilger hatte in der 15. Minute die große Chance zur Nöttinger Führung, scheiterte aber allein vor Torhüter Jakob Bouchetob. Die Platzherren tauchten bei gefühlten 80 Prozent Ballbesitz des FCN zunächst gar nicht gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Aber auch Nöttingen gelang nicht allzu viel.

In der Pause fand Trainer Michael Wittwer deutliche Worte – und Nöttingen agierte konzentrierter und gefährlicher. Zunächst rettete Bouchetob noch bei einigen brenzligen Situationen. Doch dann patzte er bei einem Freistoß von Reinhard Schenker, den er durch die Hände gleiten ließ. Zuvor war Mario Bilger vor dem Strafraum gefoult worden und musste verletzt raus.

St. Leon wurde nun offensiver und FCN-Keeper Robin Kraski musste zweimal in höchster Not parieren. Nach einem Abwehrfehler von St. Leon glückte Neuzugang Theodor Bräuning kurz vor Schluss das 2:0. „Unser Sieg ist hoch verdient“, freute sich Vorsitzender Dirk Steidl nach der Partie. Im Halbfinale wünscht er sich ein Heimspiel, wenn möglich nicht gegen den FC Walldorf. „Gegen die haben wir immer schlecht ausgesehen“, so Steidl. Mögliche Gegner wären auch der SV Waldhof, die SpVgg Neckarelz, der SV Spielberg oder Germania Friedrichstal.