nach oben
Freudentänze im Brötzinger Tal: Der 1. CfR Pforzheim hat den Spitzenreiter im Stadt-Derby mit 3:0 geschlagen.  © Becker
CfR-Trainer Gökhan Gökce konnte seinem 1. CfR Pforzheim den Weg in Richtung Sieg weisen. Im Stadt-Derby gab es einen 3:0-Sieg gegen die SV Kickers Pforzheim. © PZ-Archiv
08.03.2014

Überraschung im Pforzheim-Derby: CfR schlägt Kickers mit 3:0

Die am häufigsten wiedergekäuten Klischees sind wohl auch die wahrhaftigsten. Lokalderbys kennen ihre eigenen Gesetze. Diesen Spruch hört und liest man immer dann, wenn zwei Teams aus der Nachbarschaft unter umgekehrten Vorzeichen aufeinanderprallen. So wie am Samstag in der Fußball-Verbandsliga, als der abstiegsgefährdete 1. CfR Pforzheim den Spitzenreiter und Aufstiegskandidaten SV Kickers Pforzheim empfangen hatte. Aus der klaren Sache für den Primus von der Wilferdinger Höhe wurde ein überraschend deutlicher 3:0-Sieg für den Wackelkandidaten aus dem Brötzinger Tal.

Bildergalerie: 1. CfR Pforzheim schlägt SV Kickers Pforzheim mit 3:0

Wer am Samstag nicht rechtzeitig in die Gänge und mit Verspätung auf den CfR-Platz gekommen ist, hatte Pech und einen Doppelschlag der Pforzheimer versäumt. Die Elf von Trainer Gökhan Gökce startete furios. Nach 6 Minuten erzielt Janick Schramm das 1:0 für den CfR. Serhat Gülbas erhöhte bereits in der 9. Minute zum 2:0. Das waren zwei Watschen für den Favoriten, von denen er sich den Rest des Spieles nicht mehr erholen sollte.

„Konditionell macht uns niemand was vor. Wir können auch in der Schlussphasen nochmal zulegen“, hatte Kickers-Coach Rudi Herzog vor dem Spiel in einem Interview mit der PZ erklärt. Aber ein Plus an Fitness genügte an diesem Samstagnachmittag nicht. Den Kickers fehlte das richtige Rezept, um die Begeisterung und den Siegeswillen der Jungs aus dem Brötzinger Tal zu knacken. Die mühten sich tapfer, den Vorsprung zu halten.

Am Ende besiegelte der eingewechselte Daniel Calo mit dem 3:0 in der 87. Minute alle Hoffnungen des Teams von der Wilferdinger Höhe, noch einmal heranzukommen. Für den SV war es erst die vierte Niederlage, für den CfR erst der fünfte Sieg, doch die Kickers werden die Derby-Schmach besonders schmerzhaft empfinden, während man sich im Brötzinger Tal jetzt wieder befreiter auf die Schulter klopfen und mit breiterer Brust vom Klassenerhalt sprechen darf.

Dass so ein Derby durchaus nicht immer eine Klopferei sein muss, hat dieses Spiel ebenfalls bewiesen. Schiedsrichter Thorsten Fabry musste nur zweimal Gelb zücken.