Huerdenlauf_3
Constantin Preis bei der Show „Maus-Duell“. 

Ungewöhnliches Duell am Samstag auf ARD: Constantin Preis kommt mit der Maus groß raus

Wenn Constantin Preis die 400 Meter Hürden ohne Stirnband läuft, dann muss ein besonderer Grund dahinterstecken. Der Einsatz des deutschen Meisters fürs sogenannte „Maus-Duell“, in dem Preis am Samstagabend in der ARD zu sehen sein wird, war gewiss einer. Am Tag der Deutschen Einheit kann Moderator Eckart von Hirschhausen um 20.15 Uhr auf jeden Fall drei Millionen Zuschauer erwarten – vier Millionen wären auch keine Überraschung.

Ein Rennen der besonderen Art bestritt der PZ-Sportler-des-Jahres am Donnerstag vergangener Woche, da der zehnjährige Lenni und die zwei Jahre ältere Carlotta in der Show „Frag doch mal die Maus“ wissen wollen, ob wohl ein Läufer oder ein Trialbiker eine 400-Meter-Strecke gespickt mit Hürden schneller bewältigt.

Nina Reichenbach vermittelte

Beinahe hätte es sogar ein Enzkreis-Duell gegeben, denn auf der Suche nach einem Rad-Ass wandten sich die Fernsehleute zunächst an Nina Reichenbach aus Ötisheim, die ja als Gast im „Tigerentenclub“ oder auch als DM-Co-Kommentatorin 2019 bereits mit dem Ersten Deutschen Fernsehen zu tun gehabt hatte. Wie die 21-Jährige der „Pforzheimer Zeitung“ erzählte, leitete sie die Maus-Anfrage dann an ihren Weltmeister-Kollegen Dominik Oswald vom südbadischen MSC Münstertal weiter („Weil ich es mir nicht zugetraut habe“). Als Mann hat Oswald mehr Kraft, entscheidend ist aus Sicht von Nina Reichenbach allerdings, eine Technik zu entwickeln, um die Hürdenstrecke mit dem Rad möglichst flüssig zu bewältigen. Vor allem zu Beginn seines Trainings habe sich Oswald tatsächlich schwergetan.

Huerdenlauf_2
Bildergalerie

Constantin Preis im Fernsehen: Maus-Duell am Samstag auf ARD

Der Fernseh-Termin stand schon länger fest. Dem 22-jährigen Preis bot er die Gelegenheit, die Leichtathletik-Saison auf besondere Weise ausklingen zu lassen. Die große orangene Maus als Namensgeber der Sendung und ihr Begleiter, der kleine blaue Elefant, waren ihm übrigens gar nicht bekannt. Da Preis mit seiner Familie erst als Jugendlicher aus Moldau nach Deutschland kam, ist das aber nicht weiter verwunderlich.

„Es war auf jeden Fall zeitaufwendig“, sagt Preis über die Dreharbeiten, für die auch sein Pforzheimer Trainer Vladimir Pavlic nach Leichlingen-Balken bei Köln fuhr. Die erzielte Zeit spielte fürs Fernsehen und für Preis keine Rolle, es ging nur ums Duell Mann gegen Mann – und darum, es möglichst gut in Szene zu setzen. Drei Kameras hätten das Rennen festgehalten, meint Preis. Ansonsten sei in Sachen Beleuchtung ein „riesen Aufwand“ betrieben worden. Erwähnenswert ist auch, dass Tom Bartels kommentierte, wie 2014, als die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in Rio de Janeiro den Weltmeistertitel holte.

Dreh bei Dunkelheit

Gelaufen wurde letztlich im Dunkeln. Um 21 Uhr ging es für die ungleichen Kontrahenten auf die Stadionrunde – nach einer Geduldsprobe. „Ich war um 18.45 Uhr bereit zu rennen“, sagt Preis und führt aus, dass es bei der Aufzeichnung „sehr kalt“ war, nach angenehmem Wetter bei der Probe am Vortag. Dass die Belange der Sportler zurückstehen mussten, sah Preis mit Bedauern. Dass es neben der großen Bühne auch eine Gage gab, gefiel ihm wiederum.

Preis verriet auch, warum sein Adidas-Stirnband außen vor blieb: Werbung auf der Bekleidung war nicht erwünscht. So trug er dann „ganz schlichte schwarze Sachen“. Während sein 23-jähriger Konkurrent Oswald auf Bahn 4 fuhr, erhielt Preis Bahn 2, was er „auch nicht ganz optimal“ fand.

Wie das Ganze ausgegangen ist, will Preis noch keinem verraten. Nach der Ausstrahlung am späten Samstagabend ist der Meister-Läufer dann übrigens erstmal weg: Am Sonntagmorgen fliegt Preis für gut eine Woche in den Griechenland-Urlaub.

Ralf Kohler

Ralf Kohler

Zur Autorenseite