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Hat den VfB Stuttgart wieder in die Erfolgsspur geführt: Trainer Tayfun Korkut.
Hat den VfB Stuttgart wieder in die Erfolgsspur geführt: Trainer Tayfun Korkut.
23.02.2018

Unspektakulär, aber erfolgreich - Tayfun Korkut und der VfB Stuttgart

Bloß nicht zu viel verraten. Nicht den Journalisten. Nicht dem Gegner. Tayfun Korkut sagt dann schon mal in aller Klarheit: „Jetzt fragen Sie zu viel.“ Als die Pressekonferenz des VfB Stuttgart vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) vorbei war, hatte der Trainer viel im Ungefähren gelassen. So mag es Korkut.

Als er gefragt wurde, ob Holger Badstuber, sein Überraschungs-Sechser beim 1:0-Sieg in Augsburg, wieder als Mittelfeld-Abräumer auflaufen werde, sagte der VfB-Trainer: „Kann sein.“ Es folgte eine Pause, dann der Nachsatz: „Kann aber auch nicht sein.“

Aha. 

Nächster Versuch. Könnte es sein, dass Badstuber als Innenverteidiger zu Benjamin Pavard und Timo Baumgartl rückt und der VfB mit einer Fünfer-Abehrkette agieren wird? „Das Gute ist: Wir können es. Ob wir es dann machen, ist eine andere Sache.“ 

Tayfun Korkut gönnte sich während der Pressekonferenz des Öfteren ein  verschmitztes Lächeln. Er weiß, dass am Schluss die Ergebnisse entscheiden. Stimmen die, ist er ein guter Trainer. 

So einfach geht es zu in der Profifußball-Branche. 

Bislang ist es sehr gut gelaufen für den VfB-Trainer Korkut. Drei Spiele, sieben Punkte, ungeschlagen. „Wir haben jetzt einen Schub.“ Doch mit Eintracht Frankfurt einen schweren Gegner vor der Brust. Der Bundesliga-Dritte ist auch die drittbeste Auswärtsmannschaft der Liga. Beim grundsätzlichen Blick auf das Duell am Samstagnachmittag formulierte Tayfun Korkut klare Aussagen. „Das wird ein hartes Spiel. Das ist ein sehr guter Gegner.“ 

Wenig spricht für einen Spektakelkick.  „Ich erwarte eher so ein Spiel wie gegen Augsburg“, sagte Korkut. „Wir müssen uns sehr, sehr resistent zeigen.“ Gut stehen. Keine entscheidenden Räume freigeben. Nadelstiche setzen. Der Stuttgarter  Trainer hätte nichts dagegen, am Ende den dritten 1:0-Sieg hintereinander bejubeln zu dürfen. „Ziel ist nicht, jede Woche einen draufzupacken. Ziel ist, stabil zu bleiben.“

Der Trainer warnt

Tayfun Korkut bittet die Fans um Geduld. „Es passiert sehr schnell, wenn man die Punkte holt, dass der nächste Step erwartet wird. Aber das ist auch gefährlich. Man muss aufpassen, dass der Schritt nicht zu groß wird. Man kann auch stolpern.“ 

Das will Korkut tunlichst vermeiden. Es geht schließlich darum, gegen Eintracht Frankfurt einen weiteren Schritt Richtung Bundesliga-Klassenerhalt zu machen. Mit Holger Badstuber in irgendeiner Rolle. Grundsätzlich, sagt der VfB-Trainer, habe er keine übermäßige Experimentierlust. „Aber lassen Sie mich nicht zu viel erzählen.“ 

Schon klar.