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Genau angeschaut haben das Stadionmodell beim Bürgerforum (von links) Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup und Werner Merkel sowie Frank Nenninger (Eigenbetrieb Wildparkstadion).  Foto: Heck 

Veränderungen im Wildpark: Viel Lob für Karlsruher Stadionpläne

Karlsruhe. Spätestens als Marco Fuchs von den Supporters Karlsruhe, dem Dachverband der KSC-Fans, seine Freude über die Stadionpläne kundtat, war klar, dass Architekt Stefan Nixdorf mit seiner Planung ein guter Wurf gelungen ist.

Rund 500 Menschen kamen am Donnerstag zum Bürgerforum in der Karlsruher Südstadt, um sich aus erster Hand über das zu informieren, was draußen am Wildpark bis Mai 2022 passieren wird.

Fast durchweg gab es Lob für die Planung, Kritik war rar. Bedauern wurde beispielsweise geäußert, dass im Stadion wohl keine großen Konzerte stattfinden werden. Laut Frank Nenninger vom Eigenbetrieb Wildparkstadion sprechen technische Probleme (Rasenheizung), vor allem aber der Lärmschutz dagegen. Intentionen, das Stadion so zu bauen, dass es problemlos erweitert werden kann, erteilte der Architekt eine Absage. „Lassen Sie uns doch erst mal dauerhaft diese 34.000 Plätze voll kriegen und richtig Radau machen. Das sollte als Aufgabe genügen.“ Nixdorf kennt sich aus mit Stadionplanungen, als sein Gesellenstück bezeichnete er das Stadion in Köln, später war er am Neubau des Hamburger Millerntors ebenso beteiligt wie an den Stadien auf Schalke, in Augsburg oder Mainz.

Aber auch Aachen hat er geplant, das mahnende Beispiel für das was passieren kann, wenn ein Verein sich übernimmt. Solche Befürchtungen gibt es in Karlsruhe nicht und so sei das Ziel, etwas Unverwechselbares zu schaffen, durchaus realistisch. Der kundige Zuschauer soll im Fernsehen auf den ersten Blick sehen, dass er sich im Wildpark befindet, den Nixdorf als besonderen, unverwechselbaren Ort bezeichnete.

Vom alten Stadion bleibt lediglich der Rasen, alles andere wird neu gebaut. Das beginnt bei den charakteristischen Wällen, die abgetragen, teilweise entsorgt, teilweise aber in neue Wälle umgewandelt werden. Auch das neue Stadion wird also auf einem Wall stehen. Eine Besonderheit werde sein, dass Einlass- und Sicherheitskontrolle erst oben auf dem Wall erfolgen. Charakteristisch sind vor allem Y-förmige Betonstützen für das Stadiondach. Im Umlauf sind 21 Kioske mit 120 Kassen geplant. 100 Rolli-Plätze wird es geben und einen erleichterten Zugang für Behinderte.