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03.03.2011

Vereinsgelände des FC Nöttingen nun oberligatauglich

REMCHINGEN-NÖTTINGEN. Was der baden-württembergische Fußball-Oberligist FC Nöttingen derzeit sportlich zeigt, ist allererste Sahne und in der gesamten Region unerreicht. Die sanitären Einrichtungen konnten damit allerdings bisher nicht mithalten. Dies ist jetzt anders und dem vorbildlichen Engagement von Mitgliedern zu verdanken. Der neue Sanitärtrakt wurde vor Kurzem eingeweiht und rund 200.000 Euro wurden in die Zukunft des Vereins investiert.

Vier der fünf Kabinen für Spieler, die Schiedsrichter-Kabine und die beiden Duschräume wurden auf ein zeitgemäßes Niveau gebracht, eine moderne Sportgeräte-Aufbewahrung geschaffen und die Heizung für das gesamte Areal erneuert und um eine Solaranlage zur kostengünstigen Warmwasseraufbereitung ergänzt. Hinzu kommt: Das gesamte Untergeschoss wurde einem Face-Lifting unterzogen.

Trotz der nach wie vor drückenden Schuldenlast musste sich der Verein dieser Aufgabe stellen, weil die beinahe explosionsartig gestiegenen Anforderungen an den Trainingsbetrieb gar nicht mehr anders befriedigt werden konnten. Schließlich wird das Panoramastadion in Nöttingen von täglich zwei oder drei Mannschaften frequentiert. Insbesondere der boomartig wachsene Juniorenbereich stellt die Infrastruktur des besten Fußballclubs im ganzen Fußballkreis Pforzheim vor besonders schwierige Herausforderungen.

Nur gut, dass der FC Nöttingen auf zahlreiche ehrenamtliche Helfer und einige Firmen bauen kann, die sich in Sachen Arbeitseinsatz und Spendenbereitschaft nicht lumpen lassen. Durch die enormen Eigenleistungen konnten etwa 40 000 bis 50 000 Euro an Baukosten gespart werden. Allein 38 000 Euro an Spendengeldern konnten für dieses ehrgeizige Projekt mobilisert werden. Zusätzlich waren bereits vor Beginn der Saison 2010/2011 30 000 Euro aus dem aktuellen Jahresetat dafür reserviert worden. Somit hatte sich die Vereinsgemeinschaft noch mit etwa 120 000 Euro in das Vorhaben einzubringen. Die noch offene Finanzierungslücke soll durch Zuschüsse des Badischen Sportbundes sowie durch einen sogenannten Regelzuschuss der Gemeinde Remchingen geschlossen werden. Dennoch gibt es noch drei Schwachstellen: Die ebenfalls in Eigenarbeit geplante Einfriedung des Trainingsgeländes, der Einbau eines neuen Rasens sowie die Schaffung weiterer Trainingsmöglichkeiten. pm/kn