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Die Deckung mit Neuzugang Sascha Pasek (links) stand gegen Walldorf (rechts Danile Hahn). Im Spiel nach vorne war aber der Wurm drin. Foto: Becker, PZ-Archiv
Die Deckung mit Neuzugang Sascha Pasek (links) stand gegen Walldorf (rechts Danile Hahn). Im Spiel nach vorne war aber der Wurm drin. Foto: Becker, PZ-Archiv
30.08.2012

Verletzungspause für Holger Fuchs vom FCN

Zufriedenheit sieht anders aus beim FC Nöttingen. Und das hat gleich mehrere Gründe. Zum Einen läuft der Ball beim Fußball-Oberligisten nach drei Saisonspielen noch längst nicht wie gewohnt. Zum Anderen muss sich der FCN wohl in nächster Zeit um Ersatz für Holger Fuchs kümmern.

Beim jüngsten 0:0 gegen den FC Astoria Walldorf war der linke Außenspieler in der Vierer-Abwehrkette von einem Gegner geschubst und derart unglücklich auf die Schulter gefallen, dass womöglich eine wochenlange Verletzungspause droht. Nach der Partie am Mittwoch musste Fuchs sogar mit der Trage in die Kabine gebracht werden. „Es geht ihm den Umständen entsprechend“, verrät FCN-Vorstand Dirk Steidl. „Gebrochen ist zwar nichts. Die Bänder an der Schulter haben aber ziemlich was abgekriegt.“

Abwehr umbauen

Das heißt für Trainer Michael Wittwer, dass er beim nächsten Auswärtsspiel morgen gegen den TSV Hollenbach (15.30 Uhr) die Abwehr umbauen muss. Gut möglich, dass Reinhard Schenker wieder auf die rechte Seite wechselt und Thorben Schmidt die Position von Fuchs übernimmt.

Die Defensive scheint momentan aber nicht das vordringlichste Problem der Lila-Weißen zu sein. Gegen Walldorf bereitete vor allem die Kreativ-Abteilung einige Sorgen. „Es war über weite Strecken überhaupt keine Ballsicherheit im Spielaufbau vorhanden“, ärgert sich Wittwer. „Zuviele Bälle sind versprungen. Und echte Torgefahr hat auch keiner ausgestrahlt.“

Darunter leidet in erster Linie Stürmer Metin Telle. Weil dem Nöttinger Torjäger zurzeit die Unterstützung aus dem Mittelfeld fehlt, hat er Ladehemmung und wurde gegen Walldorf lediglich als „Joker“ eingesetzt. „Das liegt nicht nur an ihm“, nimmt Wittwer den Angreifer in Schutz. „Aber Metin lebt nunmal von seiner Gefährlichkeit im Strafraum.“

Die fehlende Durchschlagskraft vor dem Tor könnte wohl auch morgen in Hollenbach zum Stolperstein für den FCN werden. Obwohl dieser Gegner den Lila-Weißen eigentlich ganz gut liegt. „Hollenbach ist vor allem auswärts gefährlich, wenn sie das Spiel nicht selber machen müssen“, weiß Wittwer und fordert deshalb auch unbedingt den zweiten Saisonsieg von seinem Team. Dass zwei magere Punkte aus den letzten zwei Heimspielen eindeutig zu wenig für die Nöttinger Ansprüche sind, versteht sich dabei fast von allein. „Wir sind einfach noch nicht da, wo wir spielerisch hinwollen“, betont Spielmacher Riccardo Di Piazza, der seinen Einsatz in der Startelf gegen Walldorf besonders mit starken Flanken und Standardsituationen rechtfertigte. Auch in Hollenbach wird der Spielwitz des 23-Jährigen gefragt sein.