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Gespannt auf die zweite Hälfte der Saison in der Kunstturn-Bundesliga, die Männer der KTV Straubenhardt mit (von links) Thomas Taranu, Robert Weber, Andreas Bretschneider, Daniel Weinert, Oleg Stepko, Andre Schaich, Anton Wirt und Dimitri Walter. Wegen Verletzungen werden am Samstag nicht alle Stammkräfte an di e Geräte gehen können. Foto: Gössele
Gespannt auf die zweite Hälfte der Saison in der Kunstturn-Bundesliga, die Männer der KTV Straubenhardt mit (von links) Thomas Taranu, Robert Weber, Andreas Bretschneider, Daniel Weinert, Oleg Stepko, Andre Schaich, Anton Wirt und Dimitri Walter. Wegen Verletzungen werden am Samstag nicht alle Stammkräfte an di e Geräte gehen können. Foto: Gössele
16.10.2013

Verletzungsprobleme plagen Turn-Bundesligist KTV Straubenhardt

Straubenhardt. Wenn die zweigeteilte Saison der Deutschen Turnliga (DTL) am Wochenende mit dem vierten Wettkampftag nach der langen Sommerpause fortgesetzt wird, ist Spannung garantiert. Schon lange war das Rennen um die vier Plätze für das Finale nicht mehr so offen wie in diesem Jahr, wo gleich fünf Mannschaften noch gute Chancen haben, sich für die Entscheidung um den Titel am 23. November in Karlsruhe zu qualifizieren.

Mit im Rennen ist natürlich auch die KTV Straubenhardt. In den vergangenen neun Jahren waren die Straubenhardter fast immer dabei, wenn der deutsche Meistertitel vergeben wurde, Das wollen die KTV-Athleten natürlich auch im zehnten Jahr schaffen. Aber einfach wird es nicht. Zur Nagelprobe könnte bereits der Heimkampf am Samstag (18.00 Uhr) gegen den punktgleichen TV Wetzgau (Schwäbisch Gmünd) werden. Beide Vereine liegen zusammen mit dem MTV Stuttgart und Titelverteidiger TG Saar zwei Zähler hinter Spitzenreiter KTV Obere Lahn.

In Bestbesetzung hätten die Straubenhardter alle Chancen gegen Wetzgau. Aber sie werden nicht in Bestbesetzung antreten können. Das Verletzungspech hat die KTVler härter erwischt als in den Jahren zuvor. So gehen sie mit einigen Sorgen in den Liga-Endspurt mit vier Wettkampftagen vor dem Finale. „Vor großen Ereignissen wie der WM steigt die Trainingsintensität. Da kommt es dann auch eher zu Verletzungen“, weiß Nationalturner Thomas Taranu von der KTV. So wird die Aufstellung für das Duell mit Wetzgau für seinen Trainer Alexei Grigoriev zu einem Puzzle.

Thomas Taranu: Der gebürtige Nieferner zog sich beim Training bei der jüngsten WM einen Anriss der Sehnenplatte am rechten Fuß zu. „Ich versuche, ein oder zwei Geräte zu turnen“, so Taranu zur PZ. Vermutlich wird er an den Ringen und am Pauschenpferd eingesetzt.

Oleg Stepko: Der ukrainische Neuzugang hat sich vor einigen Wochen einen Bruch der Mittelhand zugezogen. Er war zuletzt zum Training in Straubenhardt, der Wettkampf gegen Wetzgau könnte aber zu früh kommen.

Andreas Bretschneider: Der Neuzugang aus Cottbus überzeugte bei der WM mit der Teilnahme am Reck-Finale, meldete zuletzt aber leichte Probleme mit Handgelenk und Schulter. An welche Geräte er am Samstag letztlich gehen kann, bleibt offen.

Andre Schaich: Er fällt für den Rest der Saison aus, nachdem er sich im Training das Kreuzband gerissen hat.

Damit ist klar: Vor allem Routinier Robert Weber und Anton Wirt, der möglicherweise einen Sechskampf turnen muss, sind gefordert, wenn es am Samstag gegen den schwäbischen Konkurrenten geht. Aber auch der junge Daniel Weinert (Taranu: „Er ist momentan sehr gut drauf“) und Dimitri Walter werden ihre Einsätze bekommen. Weinert überzeugte bislang schon an seinen Paradegeräten Barren und Pauschenpferd. Dimitri Walter, eigentlich nur noch Reservist, wird voraussichtlich seine Stärken an Sprung und Boden einbringen.

Straubenhardts Gegner Wetzgau hingegen hat derzeit wohl keine Personalprobleme. Mit den deutschen Nationalturnern Helge Liebrich und Andreas Toba, dem Rumänen Daniel Popescu und dem Briten Sam Oldham ist das Team ausgesprochen stark und ausgeglichen besetzt. Da werden die Straubenhardter alles in die Wagschale werfen müssen – und auf das Publikum hoffen. Denn vor voll besetztem Haus waren die KTV-Turner immer zu besonderen Leistungen fähig. Und die Unterstützung ihrer Fans haben sie jetzt dringender nötig als in den vergangenen Jahren.