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Ausgebremst wird in dieser Szene Pforzheims Runningback Devon Sanders von der Longhorn-Abwehr. Foto: Gienger
Ausgebremst wird in dieser Szene Pforzheims Runningback Devon Sanders von der Longhorn-Abwehr. Foto: Gienger
16.05.2019

Verpasste Extrapunkte kosten American-Football-Team Pforzheim Wilddogs den Sieg

Weinheim. Die Pforzheim Wilddogs haben die dritte Niederlage in Folge in der Regionalliga kassiert. Das American-Football-Team aus der Goldstadt musste sich bei den Weinheim Longhorns mit 25:26 ausgesprochen knapp geschlagen geben.

Gegen Ende der Partie waren es kleine Missgeschicke, die einen Erfolg verhinderten.

Dabei hatten die Wilddogs im Sepp-Herberger-Stadion in Weinheim eigentlich souverän begonnen. Die mitgereisten Fans sahen eine Pforzheimer Mannschaft, die von Beginn an dominierte, ganz anders, als in den letzten beiden Spielen. Devon Sanders sorgte dann auch direkt für die ersten Punkte beim ersten Ballbesitz. Der Extrapunkt von Tim Henning gelang ebenfalls, so stand es schnell 7:0.

Die Wilddogs-Defensive begann ebenfalls stark und so hatte Quarterback Chris Treister schnell wieder den Ball in der Hand und konnte zum Ende des ersten Viertels mit einem langen Pass auf David Gauß auf 13:6 erhöhen.

Doch der Gastgeber zeigte sich unbeeindruckt und verkürzte mit einem guten Lauf in die Endzone (die Two-Point-Conversion misslang). Danach kamen die Longhorns schnell wieder in Ballbesitz und verkürzten auf 12:13 – dieses Mal missglückte der versuchte Kick zum Extrapunkt.

Gauß‘ zweiter Touchdown

Die Wilddogs konterten wieder umgehend, David Gauß fing seinen zweiten Touchdown zum 19:12. Doch kurz vor der Halbzeitpause drehte Weinheim das Spiel. Erst führte ein Laufspielzug zum 18:19, dann gelang die Two-Point-Conversion und plötzlich führte Weinheim zur Pause 20:19.

Die beiden letzten Spielviertel waren dann geprägt von der Abwehrarbeit beider Teams. Weinheim erhöhte im dritten Viertel mit einem Passing-Touchdown auf 26:19, ehe die Wilddogs mit einem Pass im letzten Spielviertel auf Christopher Herr zum 25:26 verkürzten. Am Ende waren es die verschossenen Extrapunkte die dieses Spiel zu Gunsten der Weinheim Longhorns entschieden. Nur einer von insgesamt vier möglichen Punkten gelang den Pforzheimern.

„Die Special Teams haben heute beim Extrapunkt leider gar nicht funktioniert. Wir haben hier die wichtigen Punkte liegen lassen. Das ärgert ungemein, aber auch so ein kleiner Punkt ist am Ende, wie am Ergebnis zu sehen, spielentscheidend“, sagte Offense-Coordinator Tobias Scheurer. „Wir konnten unseren Spielplan in der ersten Hälfte noch ziemlich gut umsetzen, doch hinten raus verloren wir den Zug. Unsere Schwäche ist aktuell, dass wir nicht konstant die Leistung abrufen können. Da müssen wir noch ordentlich arbeiten, denn die Physis der Spieler passt, alle sind topfit“, analysierte Cheftrainer Chris Treister.

Ehe die Liga-Halbzeit ansteht, geht es für die Wilddogs als Vorletzter der Tabelle am 26. Mai im Heimspiel gegen den Ligafavoriten und Tabellenführer Albershausen Crusaders.