nach oben
Hätte er früher schon gezeigt, wie man das mit dem Toreschießen macht, wäre der TSV Grunbach wohl ein paar Plätze besser in der Oberliga-Tabelle platziert. TSV-Trainer Adis Herceg hatte sich kurz vor Schluss in Bissingen selbst eingewechselt und gleich darauf ein Kopfballtor gemacht.
Hätte er früher schon gezeigt, wie man das mit dem Toreschießen macht, wäre der TSV Grunbach wohl ein paar Plätze besser in der Oberliga-Tabelle platziert. TSV-Trainer Adis Herceg hatte sich kurz vor Schluss in Bissingen selbst eingewechselt und gleich darauf ein Kopfballtor gemacht. © PZ-news-Archiv
18.05.2013

Verrückt: Trainer Herceg wechselt sich ein und trifft - TSV Grunbach siegt 4:2

Unglaublich – nur der Fußball schreibt solche Geschichten. Nach der letztwöchigen Galavorstellung gegen den Bahlinger SC feierte der TSV Grunbach beim feststehenden Absteiger aus Bissingen einen 4:2-Auswärtssieg in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg. Kurios vor allem der Torschütze des letzten Treffers: Grunbachs Trainer Adis Herceg.

Nach vielen Ausfällen und fehlenden Alternativen wechselte sich der Trainer gegen Ende des Spiels einfach selbst ein und erzielte mit einem schönen Kopfballtreffer das viel umjubelte 4:2. Die weiteren Treffer für den Aufsteiger erzielten Joao Tardelli (48.), Dirk Prediger (58.) und Dominik Salz (72.).

Der TSV Grunbach kann doch noch gewinnen und das sogar schon seit zwei Spielen. In einer umkämpften Partie gelang es dem Aufsteiger einen Rückstand aus der ersten Halbzeit in eine Führung umzudrehen. Mario di Biccari brachte seine Mannschaft mit einem satten Rechtsschuss  verdient mit 1:0 in Führung. Die Grunbacher wussten in den ersten 45 Minuten keine Antwort auf den Rückstand.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigte der Aufsteiger dann ein anderes Gesicht und biss sich allmählich in die Begegnung. Nur drei Minuten nach Wiederbeginn konnte Joao Tardelli die Führung der Bissinger ausgleichen.  Weitere zehn Minuten später stellte Dirk Prediger seine Freistoßqualitäten unter Beweis und hämmerte den Ball zur Führung ins Tor.

Der lange verletzte und schmerzlich vermisste Dominik Salz erzielte in der 72. Minute das 3:1. Auch wenn die Bissinger durch einen verwandelten Handelfmeter von Holger Ludwig zum Anschlusstreffer kamen, fehlte es dem Absteiger an Durchschlagskraft. Vor allem im Abschluss zeigte sich der Absteiger zu harmlos.

Das Highlight der Partie folgte dann aber in der 88. Minute, als sich TSV-Trainer Adis Herceg selbst einwechselte und wenig später den verrückten Schlusspunkt mit einem schönen Kopfball zum 4:2-Endstand setzte.

Der TSV Grunbach hat zum Ende der Runde den Konkurrenten die Zähne gezeigt. So geht das Abenteuer Oberliga für die Grunbacher auch im nächsten Jahr weiter.