760_0900_76327_20180120_TGS_Hochdorf_C_Peter_Hennrich_DS.jpg
Mit einem wuchtigen Wurf überwand Maris Versakovs quasi beim Abpfiff die Hochdorfer Abwehr und traf zum vielumjubelten 27:27-Endstand. Hennrich 

Versakovs rettet der TGS Pforzheim gegen TV Hochdorf einen Punkt

Spannende Spielverläufe mit dramatischen Finals sind die Handballfreunde seit einer Woche von der EM in Kroatien her gewohnt, da wollte sich die TGS Pforzheim am Samstagabend im Heimspiel gegen den TV Hochdorf auch nicht lumpen lassen.

Mit 26:27-Treffern lagen die Wartberger im Drittligaspiel gegen die gar nicht wie ein Schlusslicht auftretenden „Pfalzbiber“ Sekunden vor dem Abpfiff im Hintertreffen, dann wuchtete Maris Versakovs mit einem letzten Kraftakt quasi beim Abpfiff das Leder zum 27:27 zwischen Torpfosten und Hochdorfs starken Schlussmann Lennart Schulte. Zu diesem Zeitpunkt hatte es die Anhänger aus beiden Lagern nach einem Endspurt furioso schon lange nicht mehr auf den Sitzen der Bertha-Benz-Halle gehalten.

Dass die TGS noch einmal zurückkommt, hatte nach einem 14:21-Rückstand in der 40. Minute keiner mehr erwartet, zumal die Pforzheimer mit dem letzten Aufgebot auflaufen mussten. Für Evgeni Prasolov ist die Saison nach einer Kapselverletzung in der Schulter abgehakt, doch damit nicht genug: Nachwuchsmann Fabian Dykta zog sich im Abschlusstraining eine Bänderverletzung im Fuß zu und musste auch passen.

Der TV Hochdorf, der im Dezember den Trainer gewechselt und mit dem 24-jährigen Steffen Christmann nunmehr den jüngsten aller Bundesligatrainer auf der Bank sitzen hat, präsentierte sich gar nicht wie ein Schlusslicht.

Gestützt auf eine aggressive und konsequente Abwehr, die vor allem die TGS-Rückraumschützen Florian Taafel und Maris Versakovs anging und einen Angriff, der mit Tempohandball schonungslos die Lücken im nicht stattelfesten Innenblock der Pforzheimer aufdeckte, zogen die Gäste schnell weg. Dabei kam ihnen auch entgegen, dass die Gastgeber in der ersten Hälfte des Spiels nicht weniger als vier Siebenmeter nicht im Tor der Gäste unterbrachten.

Gäste bauen Führung aus

Wer nach dem 11:17-Pausenstand auf den Ruck in den Reihen der TGS gesetzt hatte, sah sich erneut getäuscht. Hochdorf wehrte sich weiter und baute den Vorsprung sogar aus. Eine Zeitstrafe gegen die Gäste und Überzahltreffer durch Marco Kikillus und Florian Taafel gaben dann noch einmal Mut. Weil Kikillus nunmehr erfolgreiche Tempogegenstöße lief und Versakovs in die Lücken ging, zeigte sich beim 21:25-Spielstand in der 52. Minute urplötzlich wieder der Silberstreif. Ein 4:0-Lauf mit Treffern von Taafel (2), Vesakovs und Kikillus stellte dann zwei Minuten vor dem Ende die Partie beim Stand von 25:25 wieder auf die Kippe. Danach gab es noch zweimal eine Gästeführung durch den aus dem Wetzlarer Bundesligakader hervorgegangenen Waldgenbach und die vom Jubel begleiteten Ausgleichstreffer durch Markus Bujotzek und Versakovs.